Beliebter Bürgermeister starb vor 15 Jahren

Michael Brückner (links) im Jahr 1997. (Foto: Ralf Drescher)

Treptow-Köpenick. Die demokratische Entwicklung nach dem Ende der DDR im früheren Bezirk Treptow ist eng mit Michael Brückner verbunden. Der Sozialdemokrat starb vor 15 Jahren.

Brückner (1939-1998) erblickte in Treptow das Licht der Welt, ging dort zur Schule und verbrachte dort auch einen Teil seines Arbeitslebens, unter anderem im Elektro-Apparate-Werk. 1989 stieß er zur damaligen Sozialdemokratischen Partei der DDR (SDP). Bei den ersten freien Kommunalwahlen wurde Michael Brückner zum Bürgermeister von Treptow gewählt. Mit seinem Namen verbunden ist der Aufbau einer demokratischen Verwaltung im Rathaus an der Neuen Krugallee. In seiner Amtszeit, er wurde zwei weitere Male zum Bürgermeister gewählt, engagierte er sich unter anderem für die Öffnung aller durch den Mauerbau 1961 unterbrochenen Verbindungen nach Neukölln und für den Aufbau des Wissenschaftsstandorts Adlershof."Michael Brückner war ein engagierter Kollege, manche Verkehrsprobleme zwischen unseren benachbarten Bezirken haben wir gemeinsam gelöst. Im Rat der Berliner Bürgermeister saß er neben mir, sodass wir uns auch dort gegenseitig unterstützen konnten. Leider ist Michael Brückner viel zu früh von uns gegangen", erinnert sich der damalige Köpenicker Bürgermeister Klaus Ulbricht (SPD) an seinen Amtskollegen.

Am 14. März 1998 erlag Michael Brückner einem Krebsleiden. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof Adlershof an der Friedlander Straße 156. Dorthin lädt die SPD Treptow-Köpenick am 14. März um 13 Uhr zum stillen Gedenken ein.

Nach Michael Brückner wurde das Gebäude des Bürgeramts am Bahnhof Schöneweide benannt und die frühere Grünauer Straße heißt seit 2004 Michael-Brückner-Straße.


Ralf Drescher / RD
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