Im Bezirk können alle Steppkes unter drei Jahren untergebracht werden

Treptow-Köpenick. Seit 1. August haben auch Kinder unter drei Jahren gesetzlichen Anspruch auf einen Platz in der Kindertagesstätte. Im Bezirk Treptow-Köpenick kann das neue Recht wohl auch umgesetzt werden.

"Wir hatten Ende Juni im Bezirk insgesamt 285 freie Kitaplätze. Anfang August wechselt ein ganzer Jahrgang von der Kita in die Grundschule, weitere Plätze werden frei", berichtet Jugendstadtrat Gernot Klemm (Die Linke) auf Nachfrage.Nach seinen Angaben gab es Ende Juni - das sind die aktuellsten Zahlen - im Bezirk 61 Kitaträger mit 130 Tagesstätten. Dort gibt es insgesamt 10 170 Plätze. Es waren davon 9885 Plätze belegt, damit ergibt sich die bereits erwähnte Zahl freier Plätze, die sich in den nächsten Tagen durch die Einschulungen deutlich erhöhen wird. "Damit unterscheidet sich unsere Situation deutlich von der in den Innenstadtbezirken. Und es werden bis zum Jahresende weitere Kitas gebaut", berichtet Jugendstadtrat Klemm. So ist innerhalb eines Neubauvorhabens der Wohnungsgenossenschaft Köpenick Nord eine Elterninitiativkita mit 23 Plätzen entstanden. In Johannisthal hatte der freie Träger FIPP im Juli den Anbau der Kita Melli-Beese-Haus fertiggestellt und damit 20 weitere Plätze schaffen können.

Unterschiedlich verteilt

Allerdings sind die freien Plätze nicht gleichmäßig im Bezirk verteilt. So gab es in Alt-Treptow Ende Juni nur sechs freie Plätze. Dafür waren in der Dammvorstadt noch 33 frei. In der Region Altstadt Köpenick/Kiez waren 35 Plätze nicht besetzt. Ganz anders sah es in der Köllnischen Vorstadt aus. Hier waren 545 Kinder untergebracht, obwohl eigentlich nur 518 Plätze zur Verfügung stehen. Ein Teil der Eltern wird den Nachwuchs also nicht in der nächstgelegenen Kindertagesstätte unterbringen können.

Berlinweit besuchten bis zum Ferienende rund 141 000 Kinder eine der 2200 Kitas. Bis zum Jahresende werden nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft rund 2000 neue Plätze in Berlin geschaffen.

"Bis dahin erwarte ich in unserem Bezirk eine sehr entspannte Situation", sagt Jugendstadtrat Klemm.


Ralf Drescher / RD
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