Mit dem Baubeginn ist nicht vor 2017 zu rechnen

Oberschöneweide. Die Fortführung der Tangentialverbindung Ost (TVO) verzögert sich weiter. Von einem noch kürzlich vorgesehenen Baubeginn 2016 ist keine Rede mehr.

Das wird in einer Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt auf eine kleine Anfrage der Abgeordneten Regina Kittler und Harald Wolf (beide Die Linke) deutlich. Sie hatten nach dem Zeitrahmen für die TVO gefragt. In der Drucksache 17/11381 teilt Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) mit, dass ein frühestmöglicher Baubeginn 2017 erfolgen könnte. Allein für die Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens einschließlich der Umweltverträglichkeitsstudie veranschlagt der Staatssekretär zwei Jahre, für das Planfeststellungsverfahren weitere zwei Jahre. Damit rückt das ehrgeizige, rund 100 Millionen Euro teure Projekt wieder etwas weiter in die Zukunft. Ohnehin gibt es bei der Realisierung der knapp sieben Kilometer langen vierspurigen Verbindung zwischen An der Wuhlheide und Bundesstraße 1/5 in Biesdorf Streit. Uneinigkeit besteht darüber, auf welcher Seite des Bahndamms die Trasse geführt werden soll. Ein Teil der Anwohner befürchtet auch steigenden Verkehr in den Wohngebieten von Biesdorf-Süd. Die direkten Anlieger der Köpenicker Straße setzen sich jedoch für den TVO-Bau ein, weil sie eine Entlastung ihrer Straße erhoffen.

Bei der Eröffnung des zweiten Bauabschnitts der TVO in Richtung Adlershof im Sommer 2007 hatten Biesdorfer deshalb für die Fortführung der Trasse demonstriert.


Ralf Drescher / RD
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