Asylbewerber Protestieren gegen aktuelles Asylverfahrens

Recht auf Arbeit und freie Wohnortwahl sind die Hauptforderungen der Asylbewerber. (Foto: Frey)

Kreuzberg. Der Oranienplatz ist seit vergangenen Sonnabend, 6. Oktober, das Quartier für rund 70 Asylsuchende. Rund 20 von ihnen waren Mitte September in Würzburg zu einem Protestmarsch aufgebrochen.

Sie wollten damit gegen die derzeitigen Bedingungen des Asylverfahrens demonstrieren. "Es geht uns vor allem um zwei Punkte", erklärte ein Betroffener. "Nämlich die Möglichkeit eine Arbeit anzunehmen und die freie Wohnortwahl."Bisher ist es Asylanten beispielsweise verboten, den für sie zuständigen Landkreis während des Verfahrens zu verlassen. Dagegen haben die Teilnehmer mit ihrem Marsch nach Berlin eigentlich verstoßen und damit eine Ordnungswidrigkeit begangen. Sie wurde allerdings bisher nicht verfolgt.

In der Hauptstadt soll es weitere Protestaktionen geben. Zum Beispiel am Sonnabend, 13. Oktober, eine Demonstration vor dem Reichstag. Wie lange die Asylbewerber im Camp auf dem Oranienplatz bleiben werden, ist noch unklar. Betreut werden sie von mehreren Gruppen und Initiativen.


Thomas Frey / tf
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