Diskussionen auch im Bezirk angelaufen

Die Zimmerstraße soll in Peter-Fechter-Straße umbenannt werden. (Foto: Frey)

Kreuzberg. Die Zimmerstraße soll künftig nach dem am 17. August 1962 an der Berliner Mauer erschossenen Peter Fechter heißen. Hinter diese Forderung stellten sich in den vergangenen Wochen zahlreiche Prominente und Bürger.

Auch die BVV Friedrichshain-Kreuzberg wird sich bei ihrer nächsten Sitzung am 29. August mit diesem Thema beschäftigten. Ein Antrag des CDU-Bezirksverordneten Timur Husein fordert das Bezirksamt auf, sich für eine möglichst schnelle Umbenennung einzusetzen.Bürgermeister Dr. Franz Schulz (Bündnis 90/Grüne) machte allerdings bereits im Vorfeld klar, dass die Initiative dafür beim Bezirk Mitte liege. "Die Zimmerstraße gehört nahezu vollständig zu dessen Gebiet." Abgesehen davon hätte auch Schulz nichts gegen eine Peter-Fechter-Straße, will sie allerdings in ein Gesamtkonzept eingebettet sehen. "Zu ihm gehört auch der nahe gelegene Checkpoint Charlie und die dortigen Diskussionen, etwa über ein Museum zum Kalten Krieg. In diesem Zusammenhang würde ein solches Gedenken Sinn machen."

Offen für den Vorschlag zeigte sich inzwischen auch Mittes Bürgermeister Christian Hanke (SPD). Er verwies allerdings darauf, dass es in seinem Bezirk, ebenso wie in Friedrichshain-Kreuzberg, einen BVV-Beschluss gibt, nach dem bei Straßenumbenennungen nur noch Frauen berücksichtigt werden sollen. Ausnahmen von dieser Regel kann es aber geben, vor allem dann, wenn sie auf breite Zustimmung der Bevölkerung stießen. In Friedrichshain-Kreuzberg wurde bereits zwei Mal vom Frauenpostulat abgewichen: 2008, als Teile der Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße umbenannt wurden und voraussichtlich im kommenden November, wenn aus der Gabelsbergerstraße in Friedrichshain die Silvio-Meier-Straße wird.


Thomas Frey / tf
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