Unsere Bahnhofstrasse soll schöner werden

Aktuell schreibt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin zwei Aufträge aus, die Strategien und Studien für die Bahnhofstrasse zum Gegenstand haben

Entwicklung einer Positionierungsstrategie für die Bahnhofstraße in Lichtenrade
https://www.berlin.de/vergabeplattform/veroeffentlichungen/de/bekanntmachungen/93596

Machbarkeitsstudie für Ansätze zur nachhaltigen Abwicklung von Lieferverkehren
https://www.berlin.de/vergabeplattform/veroeffentlichungen/de/bekanntmachungen/93583

Auch in der Lichtenrader Bahnhofstrasse ist der allgemeine Entwicklungsprozess im Einzelhandelssektor in Form von Wegbrechen bisher bestehender Einzelhandelsstrukturen zu erkennen. Hier soll laut Bezirksamt mit einer Positionierungsstrategie der Geschäftsstraßeim Kontext der bestehenden Einzelhandelsstrukturen (Shopping-Center, Online-Handel) entgegen gewirkt werden. 

Seit 2015 ist das Stadtteilzentrum ein Fördergebiet im Rahmen des Bund-Länder-Programms AktiveZentren. Mit den Mitteln des Förderprogramms Aktive Zentren soll dieser besondere und
identitätsstiftende Ort Lichtenrades langfristig weiterentwickelt werden.

Ein Verkehrs- und Gestaltungskonzept wurde bereits erstellt, erste
Baumaßnahmen werden voraussichtlich Ende 2018 beginnen. Ebenfalls liegt ein Marketingkonzept vor, welches auch das Handlungsfeld „Handel“ berücksichtigt hat.

Die Prozesssteuerung (PS) sowie das Geschäftsstraßenmanagement (GSM) für dieses Gebiet werdenseit Oktober 2015 vom Planungsbüro „die raumplaner“ übernommen. 

Es sollen Strategien und Maßnahmen erarbeitet werden, mit denen sich die Bahnhofstraße alsEinheit und Stadtteilzentrum nach außen und innen positionieren kann.

In der zweiten Ausschreibung geht es um die Bahnhofstrasse als eine wichtige Verkehrsader sowie dem zentrale Einzelhandelsstandort im Ortsteil.
So hat die Bahnhofstrasse wichtige verkehrliche Funktionen zur Erschließung
der Anlieger und Gewerbetreibenden. Der Gewerbebesatz in der Bahnhofstraße verursacht jedoch beachtliche Lieferverkehre und -vorgänge, die gegenwärtig Konflikte mit anderenVerkehrsteilnehmer_innen verursachen.

Durch den Umbau der Bahnhofstraße in den kommenden Jahren werden die für den Kfz-Verkehr zur Verfügung stehenden Flächen zugunsten großzügigererAnlagen für den Rad- und Fußverkehr reduziert.

Dadurch ist eine Verschärfung der Konflikte anzunehmen. Im Rahmen der Planungen für den Umbau der Bahnhofstraße soll ein Konzept für einemöglichst verträgliche Belieferung (insbesondere des Gewerbes) in der Bahnhofstraße entwickelt werden.

Ziel sei ein ökonomisch tragfähiger Ansatz zur Belieferung, der Konflikt- und
Gefahrensituationen im Verkehr minimiert, die Zahl der erforderlichen Kfz-Fahren reduziert,lieferverkehrsbedingte Emissionen senkt und die Inanspruchnahme von Flächen (bei Haltevorgängen u. Ä.) reduziert.

Im Rahmen dieses Auftrages soll auch die Umbauphase der Bahnhofstraße Berücksichtigung finden.Diese soll voraussichtlich 2019 beginnen. Es ist mit erheblichen Einschränkungen, verbunden mit Umsatzeinbußen im Handel, zu rechnen. Es sollen hier explizit Ideen zur Belieferung der Gewerbeeinheiten während der Bauphase mitgedacht und ausgearbeitet werden. Der Fokus der zu erarbeitenden Studie ist die Belieferung der Gewerbeeinheiten im Stadtteilzentrum Bahnhofstraße.

Verkehre zur Belieferung von Privathaushalten in Bereich der Bahnhofstraße sollen jedoch (u.a.aufgrund anzunehmender Überschneidungen) auch bedacht werden.
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