Skatepark wird am Senftenberger Ring gebaut

Stadtrat Martin Lambert und Ute Janik vom Berliner Landschaftsarchitekturbüro Wallmann beim ersten Spatenstich. (Foto: Ulrike Kiefert)

Märkisches Viertel. Schwungvoll durch die Halfpipe düsen und rasant die Rampe hinunterbrettern: Ihre Begeisterung fürs Skaten können Jugendliche bald am Senftenberger Ring ausleben. Dort entsteht bis Dezember der erste Skatepark im Bezirk.

Die Baustelle ist nicht zu übersehen. Das Areal gegenüber dem Schwimmbad-Parkplatz am Senftenberger Ring ist umzäunt. Bagger haben die Erde großflächig aufgewühlt. Nun gab es den ersten Spatenstich für den ersten Skaterpark im Bezirk. Dazu hatten Martin Lambert (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung, und die Planer des neuen Parks am 22. August eingeladen. Rund 900 Quadratmeter groß wird die neue "Skate Plaza" sein. Viel Platz also für die jungen Skater, die dort bald ihre Begeisterung für die rollenden Bretter ausleben können und zwar auf diversen sogenannten Streetelementen. "Geplant sind Rampen, Treppen und Geländer", erläuterte Ute Janik vom Berliner Landschaftsarchitekturbüro Wallmann, das die Bauleitplanung für den Park übernommen hat. Das Besondere an dem Skatepark ist, dass keine Fertigelemente aufgestellt werden.

"Wir bauen direkt vor Ort, das war auch der größte Wunsch der Jugendlichen", so Planerin Janik. Denn die künftigen Nutzer waren an den Planungen beteiligt. Vier Workshops habe es seit Januar dieses Jahres gegeben, informierte Projektleiterin Berit Binder vom Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt des Bezirks. Die aktive Skaterszene im Bezirk schätzte sie auf rund 15 Jugendliche. Sicher werde der Park aber auch junge Skater aus anderen Stadtteilen anziehen.

Finanziert wird er mit Mitteln aus dem Bund-Land-Programm "Stadtumbau West". Die Baukosten betragen 400 000 Euro. Für den Bau des Skateparks entschied sich das Bezirksamt laut Lambert nach regelmäßigen Beschwerden aus dem Bürgeramt im benachbarten Fontane-Haus. Jugendliche nutzten die Treppen und Granitplatten vor dem Kulturzentrum unerlaubt zum Skaten. Der neue Park entsteht nun unweit des beliebten Treffpunktes. "Das war uns wichtig, sonst würden die Jugendlichen vielleicht nicht herkommen", erklärte Renate Villnow vom Stadtplanungsamt. Und es gibt einen weiteren Standortvorteil: Nahe dem Skatepark, der bis Dezember fertig sein soll, liegt die neue BMX-Bahn. Die alte Bahn war wegen der Erweiterung der Chamisso-Grundschule, Senftenberger Ring 27, abgerissen worden.


Ulrike Kiefert / uk
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