Thomas-Mann-Schüler gestalten buntes Mosaik

Die Arbeit an ihrem Mosaik dokumentierten die Schüler mit Fotos und Skripten. (Foto: Ulrike Kiefert)

Märkisches Viertel. Ein buntes Mosaik setzt seit Kurzem einen Aufenthaltsraum an der Thomas-Mann-Oberschule künstlerisch in Szene. Gestaltet haben es 30 Schüler.

Es war ein hartes Stück Arbeit. Über fünf Monate verwandelten 30 Achtklässler der Thomas-Mann-Oberschule, Königshorster Straße 10, die weiße Wand in ihrem Aufenthaltsraum in ein Mosaik aus roten Lilien. "Ich mag Blumen sehr, besonders die Lilie", sagte Nadine Hagedorn bei der Einweihung am 22. Februar. Aus der Feder der Schülerin stammt der Entwurf für das rund fünf Quadratmeter große Mosaik. Zusammengesetzt haben es die Gymnasiasten aus 28 Teilstücken, die vorher bildlich skizziert und dann jeweils mit einer Netzplatte überspannt wurden. "Darauf haben wir dann die einzelnen Mosaiksteine geklebt", erklärte Nadine Hagedorn die Technik. Gearbeitet wurde mit Glasbeißerzangen und Schutzbrillen. Wertvolle Tipps bekamen die Schüler von einer Mosaikkünstlerin. Zum Schluss wurden die einzelnen Platten zu einem großen Bild zusammengelegt, an die vom Hausmeister verputzte Wand geklebt und die letzten, noch fehlenden Mosaiksteine ergänzt. "Das war echte Puzzlearbeit und auch anstrengend", berichteten Viktoria Herzberg und die anderen Schüler. Doch die Mühe hat sich gelohnt. "Die Schüler sind mächtig stolz auf ihr Mosaik. Und die Arbeit mit unterschiedlichen Materialien hat allen Spaß gemacht", sagte Kunstlehrerin Gundel Krecklow. Mehr als 50 Stunden Arbeit stecken in dem Mosaik.

Entstanden ist es im Rahmen des Programms "Kulturagenten für kreative Schule" im Kunstunterricht der Oberschule sowie an zwei Projekttagen. Auch der Besuch des Bode-Museums gehörte dazu. Dort spürten die Schüler der Geschichte des Mosaiks nach. Auch Schulleiter Reinhard Piekarski würdigte das Engagement der Achtklässler: "Das Mosaik wird noch hängen, wenn ihr die Schule längst verlassen habt. Und wenn ihr später eure eigenen Kinder hier anmeldet, dann werdet ihr sagen können, hierbei habe ich mitgearbeitet."


Ulrike Kiefert / uk
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