Margret Döring entführt in zauberhafte Welten

Margret Döring in ihrem Mahlsdorfer Atelier. (Foto: Staacke)

Mahlsdorf. "Malen ist meine Berufung - ein Leben ohne geht nicht", unterstreicht Margret Döring. Wer die 67-Jährige in ihrem Atelier erlebt, ist davon überzeugt. Einige ihrer neuesten Arbeiten zeigt sie derzeit im Kunsthaus Flora, Florastraße 113. Das Besondere sind die ungewöhnlichen Techniken und Mittel, die sie einsetzt.

Kunst im Hause Döring ist allgegenwärtig. Das sieht man auf dem ersten Blick. Die Wände zieren Zeichnungen, Malereien und Installationen auf Leinwand, Papier und Holz. Frottagen, Collagen und Reliefarbeiten ergänzen das Ensemble. In ihrem Atelier stapeln sich großflächige Malereien in den unterschiedlichsten Farben. Selbst im Bad schaut man auf Kreationen. Diese faszinieren vor allem durch Dynamik und unkonventionelle Gestaltung. "Ich lasse mich von Mustern inspirieren", so die Künstlerin und zeigt auf einen leuchtend roten Kelim im Wohnzimmer.

So farbenfroh wie das gute Stück sind auch ihre Werke. Die Interpretation überlässt Döring dem Betrachter. Und der wird in zauberhafte Welten entführt.

Hier eine Flusslandschaft, da ein Gebirge. Dann wieder öffnet sich eine Häuserschlucht mit feiernden Menschen. Gegenständliches ist meist schemenhaft angedeutet. Sie male keine Landschaften ab, sondern drücke ihre Empfindungen aus, erläutert die Mahlsdorferin, die auch in lyrischen Texten ihren Gefühlen Ausdruck verleiht. "Ich schichte übereinander, was mir in die Hände kommt - ein Stück Papier, eine Blüte, ein Blatt", heißt es darin.

Darüber hinaus kommen Materialien wie Sand, Wellpappe und Fotoschnipsel zum Einsatz. Selbst Kräuter und Gewürze wie Koriander, Zimt, Anis und Paprika oder Tee verwendet sie, sofern sie die Haltbarkeitsdauer überschritten haben. "Ich lasse meine Fantasie spielen", lächelt sie. Und die Natur hilft ihr dabei.

So fließen hier ein Jasminzweig, da ein Ginkgoblatt dann wieder Muscheln, Steine oder ein kleines Vogelnest in Installationen und Collagen ein.

Zu sehen sind ihre Arbeiten noch bis 28. Februar mittwochs und donnerstags jeweils 14 bis 18.30 Uhr. Eine gute Gelegenheit, mit der Künstlerin und deren Malfreundin Ingrid Scheppel, die zur gleichen Zeit im Kunsthaus Flora Bilder ausstellt, ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei.

Barbara Staacke / Sta.
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