Mariendorfer Sulky-Legende ist tot: Zum Tod von Peter "Schecke" Scheack

Mariendorf. Die Trabrennbahn Mariendorf war seine Heimat: Wohl kaum ein Sportler war bei seinen Kollegen und dem Publikum so beliebt wie Peter Scheack.

Exakt 5829 Mal kletterte der Tempelhofer, der sein gesamtes Leben in unmittelbarer Nähe der Derby-Bahn verbracht hatte, in den Pferdesulky und schnappte seinen Konkurrenten 407 Mal die Siegprämie weg. Doch für die anderen Fahrer war „Schecke“, dessen Traber insgesamt 1,7 Millionen Euro Preisgeld verdienten, weit mehr als nur ein Gegner – er war in erster Linie ein Freund.

Denn keiner war so hilfsbereit wie der Mariendorfer. Wenn einer seiner Kollegen mit einem Pferd nicht mehr richtig weiter wusste, stand „Schecke“, dessen Vater ebenfalls Trabrennfahrer gewesen war, sofort mit Rat und Tat zur Seite.

Der mehrfache Berliner Sulky-Champion Manfred Zwiener sagt über ihn: „Schecke war einer der feinsten Menschen, die ich je gekannt habe. Er hatte einen unglaublichen Humor und immer einen Witz auf den Lippen. Er hat uns alle ständig zum Lachen gebracht.“

Und das, obwohl es sein eigenes Schicksal in den vergangenen Jahren weniger gut mit ihm meinte. Denn der Pferdenarr war todkrank – sein Herz machte nicht mehr richtig mit. Vor drei Wochen musste sich „Schecke“ erneut einer Operation unterziehen, von der sich der 61-Jährige nicht mehr erholte.

Keiner konnte über einen Sieg so jubeln wie der Sulkyfahrer – doch sein letztes Rennen hat er am Sonntag verloren. Heiko Lingk
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