Ausstellung zeigt Beispiele in Marzahn-Hellersdorf

Flexible Arbeitszeiten für Eltern sind ein Kennzeichen für einen familienfreundlichen Betrieb. (Foto: Freiwilligenagentur)

Marzahn. Unternehmen können mehr für Familien tun. Das zeigt eine Ausstellung der Freiwilligenagentur.

"Der Schlüssel für Familienfreundlichkeit von Unternehmen ist die flexible Gestaltung von Arbeitszeiten", sagt Jochen Gollbach, Leiter der Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf. Die Freiwilligenagentur hat in den zurückliegenden Monaten Beispiele für Familienfreundlichkeit von Unternehmen im Bezirk zusammengetragen und in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk für Alleinerziehende und mit Unterstützung des Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreises eine Ausstellung dazu erstellt. Sie besteht aus elf Fotos vom Geschehen in Betrieben, die zu Plakaten in der Größe von rund 80 Zentimetern mal 1,20 Meter aufgeblockt wurden. Die Plakate werden von kurzen Texten begleitet, die Situationen in Betrieben schildern.

Ein Beispiel ist die Steuerberatungsgesellschaft Dr. Albrecht & Partner in Mahlsdorf-Süd. Die Beschäftigten haben hier die Möglichkeit, sich bei Bedarf völlig unbürokratisch abzumelden. Sie kommen dafür an einem anderen Tag früher oder bleiben länger. "Das trägt deutlich zum guten Betriebsklima in unserem Unternehmen bei", sagt Geschäftsführerin Ingrid Albrecht.

Größere Unternehmen mit Schichtbetrieb müssen andere Lösungsansätze finden wie das Kursana Domizil in Marzahn. Das Pflegeheim hat rund 90 Mitarbeiter. Solche mit Kindern können Wünsche zu Dienstzeiten in Bezug auf die Familie bei der Dienstplanung anmelden.

Bei Senioren-Domizile Bad Münder können die Beschäftigten ihre Angehörigen sogar zur Arbeit mitbringen. Dann werden Wege gesucht, diese zu betreuen oder zu beschäftigen. Ein Foto in der Ausstellung zeigt, wie eine Jugendliche dem Hausmeister im Streichelzoo der Einrichtung zur Hand geht.

Solche Beispiele von Familienfreundlichkeit in Unternehmen sind längst nicht der Alltag. In vielen Betrieben ist es beispielsweise verboten, das Handy während der Arbeit einzuschalten. Das ist verständlich, besonders im Dienstleistungsbereich, beim Umgang mit Kunden, etwa bei Bäckereien. "Aber was sollen eine Mutter oder ein Vater machen, wenn die Kita sie zu erreichen versucht, weil das Kind krank ist?" fragt Gollbach.

Die Ausstellung ist bis zum 31. März im Kursana Domizil, Märkische Allee 68, zu sehen. Kontakt zur Freiwilligenagentur unter 76 23 65 00.

Harald Ritter / hari
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