Bäderbetriebe prüfen unterschiedliche Varianten

Marzahn-Hellersdorf. Die Bürger können wieder auf ein Freibad hoffen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs des Bezirksamtes mit dem neuen Vorstand der Berliner Bäderbetriebe.

"Wir haben zu dem Thema Freibad für den Bezirk ein gutes und ergebnisreiches Gespräch geführt", sagt Bürgermeister Stefan Komoß (SPD). Der Bürgermeister traf sich Ende Juni mit dem neuen Vorstand der Berliner Bäderbetriebe, Ole Bested Hensing. Bei dem Gespräch vereinbarten die Bäderbetriebe und der Bezirk, dass das Unternehmen im Auftrag des Bezirks bis November dieses Jahres eine Machbarkeitsstudie über den Bau eines Freibades erstellt. Dabei sollen alle möglichen Varianten geprüft werden - von der Erweiterung des Kinderbades "Platsch" im Marzahner Bürgerpark bis zur Schaffung eines Kombibades aus Schwimmhalle und Freibad.

Damit gehen die Bäderbetriebe weit über das hinaus, was sie dem Bezirk bisher zugestanden hatten. Bisher hat das Berliner Landesunternehmen dem Neubau eines Freibades im Bezirk skeptisch gegenübergestanden. Unter seiner alten Leitung galt eine Vereinbarung mit dem Senat, dass Investitionen ausschließlich in den Erhalt von vorhandenen Schwimmbädern fließen. Immerhin erreichte Komoß schon Ende 2011 bei dem alten Vorstand der Bäderbetriebe, einen Ausbau des "Platsch" prüfen zu lassen, vorbehaltlich der Zustimmung des Senats. Das Geld, 7000 Euro aus dem Fonds "Aktionsräume plus", wird jetzt für die Studie genutzt.

Komoß steht im Bezirk im Wort, endlich für ein Freibad zu sorgen. 2006 hatte das Bezirksamt Pläne aus der DDR aufgenommen, den Elsensee zu einem Freibad umzugestalten. Doch bereits 2009 hat er mit seiner Partei auf die Seite der Gegner dieser Bebauungspläne umgeschwenkt. Seitdem gibt es hierfür keine Mehrheit mehr in der Bezirksverordnetenversammlung. Das betreffende Bebauungsplanverfahren dümpelt im Bezirksamt vor sich hin, ohne zu einem Abschluss zu kommen.

Bäderbetriebe-Vorstand Ole Bested Hensing hat sich seit Amtsantritt mehrfach deutlich für eine aktivere Unternehmenspolitik der Bäderbetriebe und den Ausbau ihres Angebotes in Berlin ausgesprochen.


Harald Ritter / hari
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