Bezirksamt veröffentlicht neue Daten zu rechtsextremen Vorfällen

Marzahn-Hellersdorf. Die Zahl der rassistischen, rechtsextremen und antisemitischen Vorfälle im Bezirk ist gestiegen. Während im Jahr 2011 insgesamt 19 solcher Vorfälle registriert worden sind, waren es in 2012 bereits insgesamt 34.

Bei rund zwei Dritteln dieser Vorfälle handelt es sich um Propagandadelikte. Aber jeder zehnte Vorfall ist als Übergriff zu bewerten, bei dem Gewalt oder deren Androhung eine Rolle spielt.

Die rechtsextremistischen Vorfälle sind im Bezirk sehr unterschiedlich verteilt. Hochburgen des Rechtsextremismus sind im Jahr 2012 Marzahn-Mitte mit 14 Vorfällen gewesen und Hellersdorf-Nord mit acht Vorfällen. Keine Vorfälle dieser Art wurden aus Marzahn-Nord und Kaulsdorf gemeldet. Bei den meisten Vorfällen handelt es sich um die Darstellung rechtsextremer Parteien und deren Gedankengutes.

Die Daten sind in dem Verzeichnis rechstextremer Vorfälle veröffentlicht, das seit vier Jahren von der bezirklichen Koordinierungsstelle gegen Rechts im Auftrag des Bezirksamts erstellt wird. Für das Jahr 2012 wurden neben rechtsextremen erstmals auch andere fremdenfeindliche Vorfälle aufgenommen. So wurden im Bezirk vier Fälle von Islamfeindlichkeit registriert. Die Daten beruhen auf Meldungen von Menschen aus dem Bezirk, die von solchen Vorgängen entweder selbst betroffen waren oder solche beobachtet haben.


Harald Ritter / hari
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