Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) zu wichtigen Aufgaben im Jahre 2014

Bürgermeister Stefan Komoß (SPD). (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Für Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) war 2013 auch privat ein aufregendes Jahr. Wegen einer notwendig gewordenen Tumoroperation musste er von August bis Oktober die Amtsgeschäfte ruhen lassen. Mit Stefan Komoß sprach zum Jahreswechsel Berliner-Woche-Reporter Harald Ritter.

Herr Komoß, was ist außer einer zentimeterlangen Narbe am Kopf von der Erkrankung bei Ihnen zurückgeblieben?

Stefan Komoß: Ich bin froh, dass die Erkrankung entdeckt und sehr gut behandelt wurde. Die Erfahrung mit der Krankheit hat dazu geführt, dass ich versuche berufliche Anforderungen mit einer gewissen Gelassenheit zu sehen. Vermeintliche Probleme relativieren sich angesichts der Möglichkeit einer Erkrankung.

Gibt es etwas, was Sie im Jahr 2013 liegen lassen mussten, nicht erledigen konnten?

Stefan Komoß: Ich war beeindruckt wie gut die Kolleginnen und Kollegen in meiner Abwesenheit den laufenden Betrieb aufrechterhalten haben. Dies betrifft sowohl die politische Vertretung durch Frau Pohle als stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, als auch die Kolleginnen und Kollegen in meinem Büro.

Das Jahr 2013 war reich an Ereignissen. Kaum eines im Bezirk hat auch die Außenwelt so sehr beschäftigt wie die Eröffnung des Asylbewerberheims in der Carola-Neher-Straße. Was ist Ihre Bilanz?

Stefan Komoß: Ich glaube, dass sich die Situation mittlerweile normalisiert hat. Die Anwohner haben erlebt, dass die Einrichtung eines Asylbewerberheims keine Gefährdung ihrer Lebenssituation darstellt. Ich bedauere immer noch, dass es in der Phase nach Bekanntwerden der Errichtung eines Asylbewerberheims nicht möglich gewesen ist, einen konstruktiven Dialog zu führen. Zum Teil gab es auf Veranstaltungen starke Vorbehalte gegen Andersdenkende. Insbesondere die Gleichsetzung von berechtigten Fragen der Anwohner mit rechter Gesinnung hat viele Menschen verletzt.

Welches Problem im Bezirk hat Ihnen vor dem Jahreswechsel die meisten Kopfschmerzen bereitet?

Stefan Komoß: Stark eingespannt war ich in die Erstellung und Durchsetzung des Doppelhaushaltes 2014/15. Mit den Ergebnissen können wir im Bezirk Marzahn-Hellersdorf arbeiten.

Was wird Sie im Januar am meisten beschäftigen?

Stefan Komoß: Wir müssen die Sanierung der Dächer von Schulsporthallen vorbereiten. Der Rekonstruktion von Schloss Biesdorf und sein Ausbau zu einer Galerie hat begonnen. Die Vorbereitungen für die IGA 2017 werden uns im Jahr 2014 von Anfang an beschäftigen.

Was wird aus Ihrer Sicht das wohl wichtigste Ereignis in diesem Jahr im Bezirk sein?

Stefan Komoß: Ein einziges wichtiges Ereignis wird es meiner Meinung nach gar nicht geben. Interessant wird das Jahr 2014 durch die Summe der zahlreichen Maßnahmen, die gemeinsam den Bezirk voranbringen sollen.

Der Jahreswechsel ist die Zeit guter Vorsätze. Welches ist Ihr guter Vorsatz für das Jahr 2014?

Stefan Komoß: Das ewige Bestreben nach heiterer Gelassenheit bei der Bearbeitung aller Herausforderungen.


Harald Ritter / hari
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