Einbrecher haben vor allem Siedlungsgebiete im Visier

Marzahn-Hellersdorf. Laut neuem Kriminalitätsatlas der Senatsverwaltung für Inneres hat die Zahl der Wohnungseinbrüche in Mahlsdorf besonders stark zugenommen.

Der Bezirk wird immer mehr zum Ziel von Einbrechern. Laut dem neuen Kriminalitätsatlas der Senatsverwaltung für Inneres ist die Zahl der Wohnungseinbrüche von insgesamt 258 im Jahr 2010 auf 442 im vergangenen Jahr gestiegen. Damit liegt der Bezirk in einem Berliner Trend, der einen Anstieg der Straftaten besonders bei Wohnungseinbrüchen verzeichnet. Nach Erkenntnissen der Polizei werden viele Einbrüche in Berlin von Tätern oder Tätergruppen verübt, die aus osteuropäischen Ländern anreisen. Innensenator Henkel kündigte an, sich mit den Polizeibehörden in diesen Ländern in Verbindung zu setzen, um die Zusammenarbeit zu verbessern. In Berlin setzt die Polizei auf mehr Beratung und Aufklärung. In den zurückliegenden Wochen wurden rund 14000 Handzettel in den betreffenden Wohngebieten verteilt.

Die höchste Zahl an Wohnungseinbrüchen hat Charlottenburg-Wilmersdorf. Der Anstieg in Bezirken am Stadtrand mit vielen Einfamiliensiedlungen wie Steglitz-Zehlendorf und Marzahn-Hellersdorf ist dafür aber besonders markant.

In Marzahn-Hellersdorf ist besonders Mahlsdorf vom Anstieg der Wohnungseinbrüche betroffen. Hier stieg die Zahl im Vergleich zu 2010 von 43 auf 106. In Biesdorf stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche von 54 auf 89 an. Aber auch Kaulsdorf hat einen deutlichen Anstieg mit einem Sprung von 38 auf 61 aufzuweisen.


Harald Ritter / hari
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