Grüne wollen überbauten Rohrpfuhlgraben renaturieren

Marzahn. Das Bezirksamt soll den Rohrpfuhlgraben bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt für Renaturierungsmaßnamen anmelden. Dies fordert die Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt betreibt gegenwärtig ein umfangreiches Programm zur Renaturierung Berliner Gewässer. "Wenn der Bezirk den Rohrpfuhlgraben dabei nicht einbringt, wird niemals etwas geschehen", sagt Maria Hartwig, Bürgerdeputierte von Bündnis 90/Die Grünen. Die Planungen beispielsweise für die Panke und das Tegeler Fließ sind weitgehend abgeschlossen. Für die Wuhle südlich der B1/B5 läuft noch bis Jahresende ein Bürgerforum zur Vorbereitung der Planungen.

Das Bezirksamt reagiert unterdessen eher zurückhaltend auf den Vorstoß der Grünen. "Es sollten erst einmal die Planungen für die Renaturierung der Wuhle abgeschlossen sein", sagt Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung. In seinem Stadtplanungsamt ist ein Bebauungsplan für das betroffene Mahlsdorfer Gebiet in Arbeit.

Eine offene Frage ist, wie weiter mit dem Rohrpfuhl umgegangen wird. Der ehemalige Ableiter des Rohrpfuhls ist fast vollständig überbaut und verrohrt. Seine spätere Funktion als Ableiter für das Regenwasser aus dem Mahlsdorfer Zentrum erfüllt er nur noch zum Teil. In Stellungnahmen aus dem vergangenen Jahr fordern die damals noch getrennten Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Umwelt in Bezug auf den Rohrpfuhlgraben jeweils das Gegenteil. Stadtentwicklung wollte, dass der Rohrpfuhlgraben lediglich in den Grünflächen erhalten bleibt. Die Senatsverwaltung für Umwelt dagegen wollte ihn als natürliches Gewässer wiederherstellen.


Harald Ritter / hari
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