Märkische Spitze: Investor möchte Einzelhandelmarkt bauen

Marzahn. Das Bezirksamt will mit einer sogenannten Veränderungssperre den Bau eines Einzelhandelsmarktes auf der Fläche des Autohauses "Märkische Spitze" verhindern.

Schon seit zwei Jahren stellt sich das Bezirksamt dem Bau des Marktes an der Märkischen Alle 80a mit aller Macht entgegen. Hierher wurde vor knapp zwei Jahren das Autohaus "Märkische Spitze" von der anderen Seite der Märkischen Allee umgesiedelt, weil dort der Platz für das Autohaus nicht mehr ausreichte. "Wir haben die Umsiedlung damals unterstützt", sagt Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung. Nur für dieses eine Grundstück wurde extra ein Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans vom Bezirksamt gefasst, um eine gewerbliche Ansiedlung zu ermöglichen. Das Grundstück liegt in einem Dreieck zwischen der Märkischen Allee, der Auf- und Abfahrt zur Allee der Kosmonauten und Hochhäusern. Nachdem eine Gewerbeansiedlung möglich war, stellte der Eigentümer des Grundstücks einen Bauantrag für einen Markt mit rund 25 000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Das Bezirksamt legte diesen Bauantrag des Eigentümers auf Eis und verhängte im vergangenen Jahr eine sogenannte Veränderungssperre. Das ist das gesetzliche Mittel der Bezirke, um zu verhindern, bei laufenden Bebauungsplanverfahren von Investoren mit neuen Bauwünschen überrumpelt zu werden.

Bei der Veränderungssperre in der Märkischen Allee geht es dem Bezirksamt unter anderem darum, den Einzelhandel auf dem Helene-Weigel-Platz vor Konkurrenz zu schützen. Die Bezirksverordnetenversammlung hat bereits einer Verlängerung der Veränderungssperre für das Grundstück um ein weiteres Jahr zugestimmt.


Harald Ritter / hari
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