Migrantenkinder zieht es immer öfter in die Verwaltung

Marzahn-Hellersdorf. Migrantenkinder haben immer bessere Aussichten, in der Verwaltung des Bezirks eine Ausbildungsstelle zu bekommen.

Der Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund unter den Auszubildenden im Bezirksamt ist in den zurückliegenden Jahren erheblich gestiegen. Wurde 2002 nicht ein einziger Auszubildender mit Migrationshintergund in der Verwaltung eingestellt, so waren es 2013 schon zehn. 2012 lag ihre Zahl bei drei. Dies geht aus einem Bericht des Bezirksamtes über die Einstellungen von Azubis im vergangenen Jahr hervor. Ihr Anteil an allen Auszubildenden betrug 2013 damit über 40 Prozent. Laut dem Bericht hatten sich auf die 21 Stellen insgesamt 632 Jugendliche beworben. 121 davon hatten einen Migrationshintergrund.

Der Anstieg kommt nicht von ungefähr. Das Bezirksamt hat im vergangenen Jahr gezielt unter Migranten geworben. "Wir haben mit russischsprachigen Eltern und Migrantenvereinen im Bezirk gesprochen", sagt Elena Marburg, Integrationsbeauftragte des Bezirksamts. Das Integrationsprogramm des Bezirks setzt als Zielmarke zehn Prozent Azubis mit Migrationshintergrund.

Hinsichtlich der fachlichen Anforderungen wurden bei Migrantenkindern keine Zugeständnisse gemacht. "Sie hatten einfach gute Testergebnisse", erklärt Marburg. Allerdings gilt für die Bewerbungen, dass ein Jugendlicher mit Migrationshintergrund bei gleicher Eignung gegenüber einem deutschen Bewerber bevorzugt angenommen wird.


Harald Ritter / hari
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