Neue Spielgeräte verschönern den Victor-Klemperer-Platz

Erst hoch empor, dann steil hinab: Das Klettergerüst mit anschließender Gummirutsche sorgte bei den Kindern auf Anhieb für Begeisterung. (Foto: Schubert)

Marzahn. Leicht futuristisch ist er geraten, der neue Spielplatz vor dem Freizeitforum. Er hält der weiten Betonfläche grasgrün gestrichene "Äste" aus Stahl entgegen - und soll auch Älteren gefallen. Ob diese Anlage den bereits vorhandenen Spielplatz ergänzt oder ersetzt, wird sich zeigen.

Julian hängt in den Seilen, schneidet Grimassen. Maria steigt über ihn hinweg, erklimmt den höchsten Punkt der stählernen Halme, schwingt sich auf die Rutsche. David ist schon auf dem Weg nach unten, schlittert über die Gummimatte, ist kurz darauf auf den Boden der Tatsachen geplumpst. Diejenigen, die vor ihm ankamen, prusten vor lachen. Es scheint, als habe sich die ganze Nachbarschaft wie auf ein Kommando hier am Victor-Klemperer-Platz versammelt. Das erste Mal auf dem neuen Spielplatz - ein Fest.900 000 Euro ließen sich Land und Bund den Bau kosten. Bezahlt wurde er aus dem Fördertopf für aktive Zentren. Und Stadtentwicklungsstadtrat Christian Gräff hofft, dass nicht nur Kinder Lust zum Toben entwickeln, sondern sich auch ältere Generationen recken. Schließlich durften beim Gestaltungswettbewerb für einen lebenswerteren Platz alle ihre Ideen einbringen.

Was die Landschaftsarchitektin Ulrike Böhm daraus schuf, ist eine dreiteilige Anlage. Vom Kulturforum gesehen links ragt ein Geäst aus grünen Stahlträgern und Kletterseilen auf. Daneben sind Trampoline in den flachen Boden eingelassen und Sitzbänke in schnittiger Optik platziert. Ganz rechts sprudelt wieder jenes Wasserbecken, das zuletzt ruhte. Alles in allem ein Entwurf, den zum Beispiel der kleine David gar nicht hoch genug loben kann: "Das ist jetzt mein Zuhause!"

Ob bei solcher Begeisterung der zweite, in die Jahre gekommene Spielplatz etwas weiter nördlich noch Zuspruch findet, will Christian Gräff beobachten. Gegen das Vorhaben, ihn zu schließen, regte sich Widerstand. "Jetzt warten wir ab und sehen, wie der neue angenommen wird", sagt der Stadtrat. Auch er weiß: "Spielplätze sind ja rar gesät."


Thomas Schubert / tsc
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.