Planer des Autobahnzubringers vor schwerer Entscheidung

Marzahn. Der weitere Ausbau der L 33 zwischen Hönow und dem Kaufpark Eiche droht sich zu verschieben. Die Planer müssen sich zwischen dem Interesse der Anwohner auf Lärmschutz und dem Schutz der Hönower Weiherketten entscheiden.

Gegenwärtig werden die Einwände aus der Öffentlichkeit gegen die Planung ausgewertet. Bei den Planungen für den zweiten Bauabschnitt der L33 schält sich dabei ein kaum lösbarer Zielkonflikt heraus. Entweder entlasten die Planer die Anwohner in Hönow vor dem zunehmenden Autolärm oder sie schützen die Hönower Weiherkette. Die L33 soll den Verkehrsfluss zwischen der Autobahn bei Seeberg und dem Berliner Stadtrand beschleunigen. Die erste Ausbaustufe von der Autobahn bis zum Ortszentrum Hönow wurde vor zwei Monaten vorfristig nach 15 Monaten Bauzeit fertig. Entscheidend für den schnelleren Weg zur oder von der Autobahn ist die Verdopplung von einer auf zwei Fahrspuren in jede der beiden Richtungen. Hierdurch verdoppelt sich auch die Breite der Straße. Sie rückt entweder am Ortsausgang Hönow in Richtung Berlin zu sehr an eine Reihe von Häusern heran oder schneidet ein Stück von der Weiherkette in deren nördlichen Teil ab. Abgesehen von notwendigen Abholzungen wäre dies ein tiefer Einschnitt in die Lebensbedingungen von Tieren und Vögeln.

Die Planer im Brandenburger Landesbetrieb für Straßenwesen wollen spätestens Ende März ihre Entscheidung den Brandenburger und Berliner Planungsbehörden mitteilen. Danach entscheidet sich, ob und von wem mit Klagen zu rechnen ist.

Dies können auf der einen Seite die Gemeinde Hönow und eine Anwohnerinitiative sein, auf der anderen Seite der Bezirk oder die Umweltschützer. Mit Baubeginn für den zweiten Abschnitt ist jedenfalls nicht vor 2014 zu rechnen.


Harald Ritter / hari
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