Aufsichtsrat wird über Außenbecken am Stadtbad debattieren

Moabit. Fließen die Gelder des Förderprogramms Stadtumbau West nun in das Außenbecken oder werden die Moabiter auf der Wiese hinter ihrem Stadtbad auch künftig auf dem Trockenen sitzen? Der Aufsichtsrat der Berliner Bäderbetriebe (BBB) wird die Entscheidung vielleicht noch in diesem Monat fällen.

Vielleicht klappt es ja dieses Mal. Bereits seit Jahren ist geplant, hinter dem Stadtbad Tiergarten in der Seydlitzstraße ein 25 Meter langes Außenbecken plus Kinderplansche zu errichten. Dafür ist sogar das Geld schon da. 1,2 Millionen Euro sollen über das Förderprogramm Stadtumbau West in den Neubau fließen, ursprünglich gedacht als Geschenk an die Berliner Bäderbetriebe. Nur wollten die das Geschenk bisher nicht haben. Der Aufsichtsrat hat dem Bau im vergangenen Jahr einen Riegel vorgeschoben aus Angst vor Folgekosten. Ein Beschluss der Landesregierung besage ganz klar, dass derzeit keine zusätzlichen Wasserflächen in Betrieb genommen werden dürften. Am Ende bürgte gar der Bezirk Mitte dafür, eventuell anfallende Mehrkosten im Betrieb zu übernehmen. Denn dass die Betriebskosten nicht durch zusätzliche Einnahmen gedeckt würden, erschien schon damals unwahrscheinlich. Trotzdem gab es auch nach Protesten aus der Anwohnerschaft keine Zustimmung. Nun könnte doch noch Bewegung in die Sache kommen. Dem Vernehmen nach haben die Bäderbetriebe inzwischen ein eigenes Gutachten vorliegen, nach dem der Betrieb eines Außenbeckens wirtschaftlich wäre. Bestätigen mag das bisher niemand. "Das ist ein internes Papier", betont Matthias Oloew, Pressesprecher der BBB. Es werde bisher lediglich den Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegt. "Denn für die ist es schließlich gedacht." Die Investitionssumme aus dem Förderprogramm sei bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung derzeit noch "reserviert und gebunkert." Sollte sich der Aufsichtsrat also für den Bau entscheiden, müsste es tatsächlich klappen.

Die Bezirksverordnetenversammlung Mitte hat in ihrer Oktober-Sitzung nochmals fraktionsübergreifend und einstimmig beschlossen, einen Bau unterstützen zu wollen.


Ralf Liptau / flip
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