Das Südplateau im Fritz-Schloß-Park wird aufgewertet

Alte Bänke und Mülleimer wurden bereits abgeräumt und sollen ersetzt werden. (Foto: Liptau)

Moabit. In mehreren aufeinanderfolgenden Bauabschnitten ist der Fritz-Schloß-Park am östlichen Ende der Turmstraße in den vergangenen Jahren nach und nach aus dem Dornröschenschlaf geküsst worden. Nun folgt der nächste dicke Schmatzer: Der Trümmerberg im Herzen der Grünanlage wird aufgewertet.

Während die Eingangsbereiche zum Park, weite Teile des zugehörigen Poststadions und am östlichen Rand die Minigolfanlage bereits seit einiger Zeit grundlegend überholt worden sind, ist der zentrale Bereich des Fritz-Schloß-Parks noch immer weitgehend vernachlässigt und zugewuchert. Mit 300 000 Euro aus dem Bund-Land-Fördertopf "Stadtumbau West" soll nun auch der Trümmerberg aus dem Zweiten Weltkrieg aufgewertet werden. 1955 war auf dem Schutt der Umgebung der Fritz-Schloß-Park als nach wie vor größte Grünanlage Moabits angelegt worden. Wie Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) mitteilt, würden die "Hauptarbeiten" für die Aufwertung noch im November beginnen, bis Ende Juni kommenden Jahres soll alles fertig sein. Die Planung kommt von der Berliner "Gruppe Planwerk". Der Berg, auf dem bisher nur vereinzelte und heruntergekommene Bänke entlang von Rasenflächen standen, soll künftig an der Spitze in drei "Rasenterrassen" unterteilt sein. Die jeweiligen Flächen würden mit Natursteinsitzblöcken eingefasst. Auf den Terrassen selbst würden zwei Holzliegen und ein "Holzdeck" aufgebaut. Das gesamte Plateau soll mit einem Kleinpflasterweg umschlossen werden, an dem neun Bänke aufgestellt werden. Besonderer Clou der Planung: Vom westlichen Parkeingang an der Rathenower Straße aus soll ein Zickzack-Kletterpfad auf den Hügel führen. Auf einer Schotterschicht werden Findlinge und Natursteinblöcke verteilt und sollen so für eine, so die Planer, "sportlich-spielerische" Erschließung der Hügelkuppe sorgen. Abgesehen von dieser Schneise sollen auch andere Sichtachsen hergestellt werden. Dafür müssen laut Baustadtrat elf Bäume gefällt. Es seien allerdings "vornehmlich Totgehölze" von den Arbeiten betroffen.

Die Planer hatten ursprünglich auch die Errichtung eines Aussichtsturms auf dem Schutthügel vorgesehen. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung war die Idee allerdings auf große Vorbehalte gestoßen, außerdem war die Umsetzung zu teuer. Wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitteilt, werde bei den jetzigen Arbeiten allerdings ein Platz am nördlichen Ende des oberen Plateaus freigehalten "für die Option eines kleineren Turms."


Ralf Liptau / flip
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