Platzgestaltung am Mühlengrundcenter vorerst beendet

Der Mühlenradbrunnen ist stillgelegt - seine Zukunft ist unklar, genauso wie der Bau eines neuen Netto-Marktes gegenüber. (Foto: Wrobel)

Neu-Hohenschönhausen. Rund 170 000 Euro kostete die erste Gestaltung des Platzes am Mühlengrundcenter. Ob der Brunnen erhalten werden kann, bleibt fraglich.

Eine geschwungene Tennefläche grenzt sich nun zum neu angelegten Rasenstück vor dem Mühlengrundcenter ab, die kaputten Gehwegplatten wurden entfernt, der Weg neu gepflastert. Die hier früher stehenden Findlinge wurden erst mal entfernt, auch die Bänke. Das Bezirksamt will Bänke und Findlinge wieder aufstellen. Viele kleine Maßnahmen sollen nun für ein gepflegtes Erscheinungsbild des Stadtplatzes am Einkaufszentrum Mühlengrundcenter sorgen. Ende Oktober werden auch die letzten Arbeiten dieses ersten Bauabschnittes abgeschlossen sein, für die Mittel in Höhe von 170 000 Euro aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost und aus den bezirklichen Haushaltsmitteln bereitgestellt wurden.

Jetzt ist zwar der Eingangsbereich des Stadtplatzes aufgewertet, doch das prägnante Zentrum des Platzes wartet noch auf Sanierung: Der Mühlengrundbrunnen des Künstlers Achim Kühn verrottet seit Jahren, dabei ist er Mittelpunkt der gesamten Anlage. Bislang fehlte dem Bezirk das Geld, um den Brunnen vollständig wieder in Gang zu setzen. Derzeit wird geprüft, ob eine Sanierung überhaupt noch möglich ist.

"Unser Ziel ist es, den Brunnen zu erhalten", erklärt Fabian Peter, Referent des Stadtrates für Stadtentwicklung Wilfried Nünthel (CDU). Hierzu soll Anfang November ein Gespräch mit dem Künstler Kühn stattfinden. "Da wird sich herausstellen, ob Veränderungen am Brunnen möglich sind", so Peter. Gegebenenfalls werde dann auch ein Abriss in Betracht gezogen, heißt es aus dem Bezirksamt. Der Brunnen genießt einen Urheberrechtsschutz - Veränderungen können ohne die Zustimmung des Künstlers nicht vorgenommen werden. Für einen Abriss muss der Künstler nicht befragt werden. Insgesamt soll es rund 400 000 Euro für weitere Baumaßnahmen in den nächsten zwei Jahren am Stadtplatz aus dem Programm Stadtumbau Ost geben, die Gelder wurden jüngst beantragt. Das Geld soll auch für die Sanierung, einen Neubau oder für einen Abriss des Brunnens verwendet werden.

Beim Management des Künstlers stößt die Nachricht über einen möglichen Abriss auf Unverständnis: "Die Brunnenkunst ist lediglich vernachlässigt, sie muss abgebaut und saniert werden. Dass der Brunnen grundlegend beschädigt ist, ist schlicht Blödsinn", sagt Helgard Kühn, Managerin und Ehefrau des Künstlers. Zudem sei der Künstler kompromissbereit, was Veränderungen am Brunnen anbetrifft. Der Wasserlauf der großen Brunnenanlage teilt den Stadtplatz in zwei Teile, zudem ist dieser Lauf für Senioren und Mütter mit Kinderwägen schwierig zu überqueren. "Hier könnten bestimmte Teile am Wasserlauf verändert werden. Das muss aber diskutiert werden", bekräftigt Helgard Kühn.


Karolina Wrobel / KW
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