Bezirksamt und Polizei verhinderten Gelage am Schlachtensee

Stand am Himmelfahrtstag Wache vorm Bahnhof Schlachtende: Stadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne). (Foto: M. Schmidt)

Nikolassee. Erfolgreich haben Berliner Behörden am Himmelfahrtstag, 9. Mai, Massenveranstaltungen am Schlachtensee vereitelt. Bereits in den Tagen zuvor hatte der Bezirk angekündigt, in diesem Jahr keinerlei "Bierkastenläufe" zu dulden.

In einer konzertierten Aktion von Bezirksamt, Berliner Forsten und der Polizei konnten zahlreiche Jugendliche am Zutritt zu den Parkanlagen gehindert werden. Am frühen Nachmittag gab es zufriedene Gesichter bei allen Beteiligten. Gegen 15 Uhr des sonnigen "Vatertages" zog Steglitz-Zehlendorfs Stadträtin Christa Markl-Vieto an Ort und Stelle Bilanz: Die als "Bierkastenlauf" propagierten Zusammenrottungen konnten allesamt vereitelt werden."Wir haben das Problem in diesem Jahr gelöst und konnten Familien, die an den Schlachtensee wollten, beruhigen", sagte die Grünen-Politikerin am S-Bahnhof Schlachtensee. Dort zeigte sie mit Angestellten des Ordnungsamtes und zahlreichen Polizisten seit dem Vormittag Präsenz.

"Im vergangenen Jahr gab es 2000 Platzverweise, in diesem Jahr viel weniger", sagt Markl-Vieto. Auch die Polizei, die nach Angaben ihres Sprechers Karsten Leuteritz mit 90 Kräften im Einsatz war, ist zufrieden. "Wir leisten Amtshilfe für Forsten und Bezirksamt, um das Verbot des Bierkastenrennens rund um den Schlachtensee durchzusetzen", so Leuteritz. Vorkommnisse habe es keine gegeben, allerdings Bestrebungen, das Verbot zu umgehen. "88 Personen haben versucht, mit Bierkästen zu erscheinen. Denen haben wir gesagt, dass hier nichts läuft. Die haben dann woanders feiern müssen", sagt der Oberkommissar.

Hoch zufrieden zeigte sich auch Revierförster Andreas Constien. Die "unschönen Erfahrungen" der vergangenen Jahre, als die Wege um den Schlachtensee verwüstet wurden, blieben nach seinen Worten dieses Mal aus.

"Dank der vorbildlichen Arbeit aller Dienststellen, aber auch der Berichterstattung in den Zeitungen, konnten wir die Massenveranstaltung rechtzeitig verhindern", sagt der Vertreter der Berliner Forsten.


Martinus Schmidt / mst
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