Erneuerung des Schmutzwasserkanals dauerte länger

Die Baustelle an der Wattstraße soll verschwinden, sobald er Frost aus dem Boden raus ist. (Foto: Ralf Drescher)

Oberschöneweide. Bis zum Jahresende 2012 sollten die Bauarbeiten im Bereich Siemens- und Wattstraße beendet sein. Leider wurde dieser Plan nicht eingehalten.

"Seit Wochen wurden keine Bauarbeiter mehr gesehen. Die Absperrung ist teilweise umgeworfen, es sieht aus wie auf einem Schuttplatz. Und die Zufahrt von der Siemensstraße in die Wattstraße ist immer noch gesperrt", ärgert sich Anwohner und Berliner-Woche-Leser Frank Huske.Grund für die offene Baustelle sind Arbeiten der Berliner Wasserbetriebe. die hat unter der Wattstraße auf gut 300 Metern Länge einen 60 Zentimeter starken Regen- und Schmutzwasserkanal erneuert, und wollte damit eigentlich bis September 2012 fertig sein. "Weil die Arbeiten kompliziert waren, haben die Wasserbetriebe bis zum Jahresende gebraucht. Und dann wurden die Straßenbauer vom Winter überrascht und konnten den Einmündungsbereich Wattstraße/Siemensstraße nicht mehr fertigstellen", ärgert sich Jürgen Papst, Leiter des Tiefbauamts.

Sobald der Frost aus dem Boden raus ist, sollen die Restarbeiten erledigt und die Baustelle endlich fertiggestellt werden. Die mangelhaften Absperrungen sollen nach Absprache mit dem verantwortlichen Bauunternehmen schon in den kommenden Tagen in Ordnung gebracht werden.

An den 300 Metern Kanal ist rund 18 Monate gebaut worden. Über mehrere Monate musste dafür auch ein Teil der Siemensstraße gesperrt und deshalb Einbahnstraßenverkehr mit einer stauträchtigen Umleitung über die Wilhelminenhofstraße eingerichtet werden.

"Bei diesen großen Eingriffen in die Belange von Anliegern und Verkehrsteilnehmern könnte man von den Wasserbetrieben und deren Baufirmen eigentlich mehr Verantwortungsbewusstsein und Einhaltung des Bauzeitraums erwarten", ärgert sich Frank Huske.


Ralf Drescher / RD
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