Kinderparadies FEZ Wuhlheide wurde für zehn Millionen Euro saniert

Oberschöneweide. Das Hauptgebäude des FEZ Wuhlheide, vor 34 Jahren als Pionierpalast eröffnet, wurde nach zweijähriger Sanierung wieder der Öffentlichkeit übergeben. Rund zehn Millionen Euro wurden investiert.

Wobei die Übergabe nur symbolisch zu verstehen ist, gearbeitet wurde die ganze Zeit bei laufendem Betrieb. Seit Sanierungsbeginn im Herbst 2011 wurden sämtliche Fenster und Außentüren ausgewechselt, die Fassade erneuert und die Lüftungstechnik der Schwimmhalle erneuert und mit einer Wärmerückgewinnungsanlage versehen. Eine thermische Solaranlage mit 60 Quadratmetern Kollektorfläche dient zur Erwärmung des Schwimmwasserbeckens.Den Sanierungsarbeiten voran gegangen war eine Untersuchung des Bauzustands. Dabei kamen einige Bausünden aus DDR-Zeiten ans Tageslicht, so eine mangelnde Sicherung der charakteristischen Fassade aus Lärchenholz. Diese Teile der Fassade sind jetzt durch Brandsperren geschützt. Obwohl das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht, sollte die Außenansicht erhalten werden. Deshalb wurde an den von den Besucherbereichen sichtbaren Bereichen nach Einbau der Wärmedämmung wieder die Holzfassade angebracht.

Ein Plus für die Umwelt

Mit der energetischen Sanierung sollen künftig rund ein Drittel der Energiekosten eingespart werden. "Bis zur Sanierung haben wir große Teile der Wuhlheide mitgeheizt", erinnert sich FEZ-Geschäftsführer Lutz-Stephan Mannkopf. Durch den geringeren Energieverbrauch spart das FEZ künftig pro Jahr 200 000 Euro an Energiekosten. "Geld, das wir an anderer Stelle für die Arbeit mit Kindern besser einsetzen können", freut sich der FEZ-Geschäftsführer. Und der Umwelt kommt das Ganze auch noch zugute, durch die Energieeinsparung werden 650 Tonnen Kohlendioxyd weniger an die Atmosphäre abgegeben.

Die Sanierungskosten von zehn Millionen Euro wurden vom Land Berlin und durch das Umweltentlastungsprogramm der EU zur Verfügung gestellt. Im kommenden Jahr werden noch einmal rund eine Million Euro verbaut. Dann wird das ebenfalls schon 34 Jahre alte Dach erneuert.


Ralf Drescher / RD
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