Aus vier Varianten muss ein Baukonzept werden

Erst nach Abschluss des Werkstattverfahrens wird die Pankower-Tor-Infobox wieder eröffnet. (Foto: BW)

Pankow. Das sogenannte Werkstattverfahren für die Brache zwischen den S-Bahnhöfen Pankow und Pankow-Heinersdorf stößt bei Anwohnern auf großes Interesse. Davon konnten sich die am Verfahren Beteiligten bei einer gut besuchten Bürgerversammlung überzeugen.

Der Unternehmer Kurt Krieger (Möbel-Höffner und Sconto) möchte auf der Fläche des früheren Rangier- und Güterbahnhofs ein neues Stadtquartier entwickeln. Diesem Projekt gab er den Namen "Pankower Tor". Unter anderem plant er, einen neuen Möbel-Höffner-Markt zu errichten. Weiterhin sollen ein Einkaufszentrum, Wohnungen, eine Schule und Grünanlagen entstehen. Noch ist allerdings weitgehend offen, wo genau das alles im neuen Quartier gebaut wird. Schließlich soll sich das "Pankower Tor" städtebaulich in die Umgebung einpassen.

Deshalb starteten Bezirksamt, Senat und Krieger im September ein sogenanntes Werkstattverfahren. Alle drei Seiten haben nämlich recht unterschiedliche Auffassungen zu dem, was auf der Fläche machbar ist und was keinesfalls umzusetzen ist. Unterstützt von renommierten Fachleuten aus den Bereichen Städtebau und Verkehr soll ein gemeinsames Baukonzept erarbeitet werden. Klar ist schon jetzt, dass es sich dabei um einen Kompromiss handeln wird, für den alle Seiten aufeinander zugehen müssen.

Dass es zwischen den Beteiligten noch erhebliche Differenzen gibt, wurde bei der ersten Präsentation des Werkstatt-Zwischenstandes in der Turnhalle der Platanus-Grundschule deutlich. Zurzeit gibt es vier unterschiedliche Varianten zur Gestaltung der Fläche. Recht sicher scheint: Das künftige Möbelkaufhaus wird im Bereich des Autobahnzubringers am Bahnhof Pankow-Heinersdorf entstehen.

Einer der größten Knackpunkte ist allerdings das geplante Einzelhandelszentrum. Das lehnen Senat und Bezirk in der von Krieger gewünschten Größe ab.

Ins Gespräch gebracht wurden deshalb als Alternative eine Shopping Mall sowie ein kleineres Einkaufszentrum, das dann am Bahnhof Pankow entstehen könnte. Auch zum Thema Verkehrsanbindung gibt es noch recht unterschiedliche Auffassungen. Die Anwohner wünschen sich, das zeigte die Diskussion, vor allem mehr Grünflächen, Sport- und Kulturangebote auf dem Areal. Bis zum Jahresende wollen die am Werkstattverfahren beteiligten in internen Runden weiter diskutieren. Am 9. Januar 2013 sollen die Ergebnisse erneut in einer Bürgerversammlung öffentlich präsentiert werden.

Wegen des laufenden Werkstattverfahrens ist die rote Infobox für das Projekt am S-Bahnhof Pankow geschlossen. Wenn konkrete Ergebnisse vorliegen, soll sie im Frühjahr nächsten Jahres wieder eröffnen.


Bernd Wähner / BW
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden