Ehrenamtliche helfen in ersten Wochen nach der Geburt

Wiebke Wonneberger mit dem Maskottchen. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Das Projekt Känguru unterstützt junge Eltern nach der Geburt ihres Kindes. Dafür sorgen Ehrenamtliche, deren Arbeit Wibke Wonneberger für den Bezirk Pankow koordiniert.

Wenn nach neun Monaten das neue Familienmitglied da ist, läuft manches anders, als man es sich vorgestellt hat. Der ganze Tagesablauf wird dem Neugeborenen angepasst. Mütter und Väter haben alle Hände voll zu tun. Da wäre manchmal ganz schön, wenn es jemanden gebe, der einen ein wenig unterstützt.

Dieser Aufgabe hat sich "Känguru" verschrieben. Dabei handelt es sich um ein Projekt der Diakonie. "Wir sind seit 2009 im Bezirk Pankow aktiv", sagt Wibke Wonneberger. "Vor allem in Prenzlauer Berg gibt es viele junge Eltern, und von hier bekommen wir auch die meisten Hilferufe." Unter denen, die sich beim Projekt "Känguru" melden, sind viele Alleinerziehende, aber auch Eltern von Zwillingen und Drillingen.

"Die Eltern wünschen sich jemanden, dem sie für einige Zeit ihr Kind anvertrauen können. Sei es, um nur mal ein paar Stunden Schlaf zu genießen, in Ruhe einkaufen oder einen Behördengang erledigen zu können. Ohne Hilfe fühlen sich manche Eltern schlicht überfordert", weiß die Projektkoordinatorin. Die Ehrenamtlichen, die "Känguru" vermittelt, kommen in der Regel einmal in der Woche für zwei, drei Stunden in den Haushalt der jungen Familie. Sie kümmern sich dann um das Baby, während sich die Eltern eine kleine Auszeit nehmen können.

Bei Bedarf begleiten sie aber auch zu Terminen, zum Beispiel zum Kinderarzt. Oder sie passen auf ältere Geschwister auf, wenn die Mutter mit dem Baby etwas zu erledigen hat. Weiterhin stehen sie als Gesprächspartner zur Verfügung. Junge Eltern haben viele Fragen und großen Redebedarf. Damit das Projekt auch funktioniert und möglichst vielen jungen Eltern geholfen werden kann, sind ihm natürlich stets freiwillige Helfer willkommen. Bisher engagieren sich zum Beispiel Studentinnen, Hebammen-Schülerinnen, berufstätige Frauen und Rentnerinnen für das Projekt. Alle haben bereits Erfahrung in der Betreuung von Kindern. Willkommen sind aber stets auch Spenden, damit das Angebot weiter ausgebaut werden kann.

Dass sich das Projekt "Känguru" nennt, kommt nicht von ungefähr. "Wir möchten, dass die Kinder behütet aufwachsen können wie ein Känguru-Baby im Beutel seiner Mutter", sagt Wiebke Wonneberger. Sein Projektbüro hat Känguru im Freiwilligenzentrum der Diakonie in der Schönhauser Allee 141.

Weitere Informationen gibt es unter 440 30 82 62 und auf www.kaenguru-diakonie.de.

Bernd Wähner / BW
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