Linksextreme bennen Anschlagsziele

Pankow. Die Berliner Polizei ist beunruhigt. Auf einer sogenannten "Berliner Liste" im Internet rufen Linksextremisten zu Aktionen gegen Luxuswohnungen auf.

Unter dem Slogan "MieterInnen stressen zurück" werden rund 100 Bauprojekte, Investorenadressen und zuständige Ämter aufgeführt, die nach Meinung der Verfasser für eine massive Verdrängung auf dem Berliner Wohnungsmarkt verantwortlich sind. Aufgeführt sind auch Objekte in Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee.Die anonymen Autoren werben für "kreative Aktionen" gegen die fortschreitende Gentrifizierung der Innenstadtviertel. Sie fordern dazu auf, die Fassaden von Luxusbauten "kreativ umzugestalten" und geben gleich eine Gebrauchsanleitung sowie Sicherheitshinweise für potenzielle Chaoten. "Alles und alle auf dieser Liste müssen mit einem Besuch rechnen", drohen die Macher.

Die Polizei hat inzwischen eine Ermittlergruppe eingerichtet. Seit Auftauchen der Liste im Internet haben die Beamten nahezu 20 Straftaten gegen verschiedene Objekte in ganz Berlin registriert, die damit im Zusammenhang zu stehen scheinen.

Die Polizei ermittelt aktuell nicht nur gegen die Straftäter, sondern auch gegen die unbekannten Betreiber der "Berliner Liste" wegen öffentlicher Aufforderung zu Straftaten. Nach Mitteilung der Polizei wurden alle auf der Liste aufgeführten Institutionen und Personen informiert. Der Polizei ist es bislang nicht gelungen, die Internetseiten mit der Liste abzuschalten: Der Server steht nämlich im Ausland.


Michael Kahle / m.k.
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