Mobile Klassenräume könnten die Raumprobleme lösen

Pankow. Das Bezirksamt sollte eine Machbarkeitsstudie zur weiteren Entwicklung des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums und der benachbarten Wolkenstein-Grundschule in Auftrag geben.

Diesen Antrag stellten die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und SPD in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Im Kern geht es darum, dass für das Gymnasium 24 mobile Unterrichtsräume errichtet werden sollten, statt - wie geplant - das Nebengebäude für die Schule zu sanieren. Für diesen Antrag der beiden Fraktionen, der bisherige Planungen durcheinander wirbeln würde, gibt es mehrere Anlässe. Das Rosa-Luxemburg-Gymnasium hat zwei Schulgebäude auf zwei Grundstücken. Getrennt sind sie durch die Borkumstraße. Auf einem der Grundstücke steht eine Plattenbauschule, die stark sanierungsbedürftig ist. Diese soll energetisch modernisiert und umgebaut werden. Diese millionenschweren Bauarbeiten sind bereits beim Senat angemeldet.

Als Ausweichquartier für die anstehenden Bauarbeiten wurden für das Gymnasium unmittelbar neben der Wolkenstein-Grundschule im vergangenen Herbst acht Mobile Unterrichtseinheiten (MUR) errichtet. Deshalb diskutieren inzwischen die Gremien der Rosa-Luxemburg-Oberschule darüber, ob nicht 24 MUR auf dem Hauptgrundstück des Gymnasiums errichtet werden sollten. Damit könnten Raumprobleme rascher und kostengünstiger gelöst werden. Allerdings würde der Aufbau der MUR auf dem Hauptcampus wohl dazu führen, dass der Schulcampus auf die Borkumstraße ausgeweitet werden müsste.

Von einer Neuordnung an der Rosa-Luxemburg-Schule würde auch die Grundschule profitieren. In ihrem Einzugsbereich wird bis zum Schuljahresbeginn 2018/2019 Raum für über drei neue Züge benötigt. Noch ist nicht klar, wie dieser Raumbedarf gedeckt werden kann. Sollte allerdings der Plattenbau zur Verfügung stehen, wäre diese Frage geklärt. Damit man Nägel mit Köpfen machen kann, müssen die Bezirkspolitiker wissen, ob sich ihre Ideen überhaupt städtebaulich und baurechtlich umsetzen lassen. Das müsste in einer Machbarkeitsstudie geklärt werden. Die BVV beschloss, sich mit diesem Thema im Ausschuss für Finanzen, Personal und Immobilien zu beschäftigen.


Bernd Wähner / BW
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