Schüler spendeten fast 1000 Euro an UNICEF

Stolz übergab Sedef-Yonca Sahin im Namen aller Schüler den symbolischen Scheck an Marianne Sieber (rechts). (Foto: Ulrike Kiefert)

Reinickendorf. Schüler der Max-Beckmann-Oberschule, Auguste-Viktoria-Allee 37, haben ein Nothilfepaket für die Taifun-Opfer auf den Philippinen geschnürt. Sie spendeten fast 1000 Euro an UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.

Genau 968,58 Euro haben die Schüler gesammelt und gespendet. Das Geld haben sie erlaufen und mit Kuchenverkauf verdient. Den symbolischen Scheck überreichten sie am 27. Januar Marianne Sieber, Leiterin von UNICEF-Berlin, Stadtteilgruppe Reinickendorf.

Der Taifun "Haiyan" hatte Anfang November vergangenen Jahres große Teile der Philippinen zerstört. Fast 8000 Menschen starben, mehr als vier Millionen Menschen haben kein Dach mehr über dem Kopf oder leiden Hunger. "Damit es ihnen besser geht, brauchen sie Zelte, Decken, Essen, Trinkwasser und Medikamente. Auch jetzt noch, zwei Monate nach der Katastrophe", sagte Marianne Sieber, die sich bei den Schülern herzlich für ihr Engagement bedankte.

Viele der Neunt- und Zehntklässler mussten nicht lange überlegen, als sie damals die ersten Bilder von den Philippinen im Fernsehen sahen. "Wir wollten helfen und kamen auf die Idee, selbstgebackenen Kuchen zu verkaufen", erzählte Sedef-Yonca Sahin aus der Neunten. Dabei wurden rund 200 Euro eingenommen, die Lehrer und Schüler aus eigener Tasche verdoppelten. Den Sponsorenlauf organisierte die Sportlehrerin der Klasse. So kamen noch einmal knapp 400 Euro zusammen.

Den Unterricht hat Klassenlehrerin Uta Grabow dafür genutzt, über die Folgen des Sturms für die Betroffenen zu sprechen. Was passiert, wenn Eltern ihre Kinder nicht mehr satt bekommen oder das Trinkwasser total verschmutzt ist. "Aber auch mit der Geschichte der Philippinen, der Kultur und den Menschen, die dort leben, haben sich die Schüler beschäftigt", sagte Uta Grabow. Gesammelte Zeitungsartikel und Wissenswertes über den Inselstaat haben die Schüler im Schulhaus an die Wand gepinnt. Damit das Leid präsent bleibt.


Ulrike Kiefert / uk
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