Spreefüxxe vorübergehend auf drittem Platz

Die dänische Kreisläuferin Mia Boesen hat sich prima ins Team der Spreefüxxe integriert. In Travemünde steuerte sie zwei Treffer bei. (Foto: Michael Nittel)

Reinickendorf. Mit einem 28:27-Auswärtserfolg beim TSV Travemünde am 9. Dezember haben sich die Spreefüxxe vorübergehend auf den dritten Tabellenplatz der 2. Frauenhandball-Bundesliga katapultiert. Damit ist das Berliner Team seit fünf Spieltagen ungeschlagen und hat sich den vierten Sieg in Folge geholt.

Trotz des knappen Erfolgs am 9. Dezember hatten die Spreefüxxe die Damen aus Schleswig-Holstein über nahezu die gesamte Spielzeit unter Kontrolle. Lediglich in einer sehr durchwachsenen Schlussphase machten sich die Berlinerinnen durch Unkonzentriertheit und Nachlässigkeit das Spiel selbst unnötig schwer. Die besten Torschützen für die Spreefüxxe waren Bianca Trumpf mit zwölf, Alexandra Sviridenko und Anna Blödorn mit jeweils fünf sowie Anna Eber mit vier Treffern.Damit können die Berlinerinnen auf ein tolles Handballjahr 2012 zurückblicken: Zunächst gelang der Durchmarsch durch die dritte Liga, der im Sommer ohne eine einzige Niederlage mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga gipfelte. Und auch dort - mit dem Saisonziel Klassenerhalt gestartet - liest sich die Bilanz nach zwölf Partien positiv: Mit bis dato sieben Siegen, einem Remis und vier Niederlagen hatten wohl nur die kühnsten Optimisten gerechnet. Trainer Dietmar Rösicke war sogar zu Späßen aufgelegt, als er mit einem Augenzwinkern verriet, dass ihn die erste Niederlage nach über einem Jahr am 15. September bei der SG 09 Kirchhof entsetzt habe: "Ich war mir sicher, dass wir auch ohne Niederlage durch die 2. Bundesliga gehen würden."

Rösicke ist ein harter Arbeiter und guter Analyst, der sich auch durch die 26 Siege am Stück in der dritten Liga nie blenden ließ. "Wir haben viele junge Spielerinnen, die auch in der 2. Bundesliga zunächst einmal Erfahrungen sammeln müssen, für die es aber auch wichtig ist, für ihre Arbeit durch den Erfolg belohnt zu werden." Stichworte wie gestärktes Selbstbewusstsein, Moral und Teamchemie seien dabei maßgebend.

Ein Grund für den Erfolg ist auch die Kontinuität im Kader: Wichtige Leistungsträgerinnen wie Bianca Trumpf, Alexandra Sviridenko, Anna Blödorn und Stefanie de Beer konnten gehalten werden. Verstärkt wurde das Team lediglich durch die Dänin Mia Boesen am Kreis, die tschechische Torhüterin der Extraklasse Veronika Fialkova und die talentierte Kreisläuferin Saskia Weisheitel. Wenn die Berliner - allen voran Managerin Britta Lorenz - weiterhin behutsam und mit viel Fachverstand planen, dann ist mittelfristig im Berliner Frauenhandball einiges möglich.

Zunächst sollten die Spreefüxxe im neuen Jahr aber genau dort weitermachen, wo sie im alten aufgehört haben: Am Sonnabend, 5. Januar, gastieren sie in Dortmund beim BVB, bevor am Sonnabend, 12. Januar, ab 19.30 Uhr das nächste Heimspiel in der Sporthalle Charlottenburg, Sömmeringstraße 29, ansteht. Der Gegner wird dann die SG 09 Kirchhof sein. Und mit denen haben die Spreefüxxe ja noch eine Rechnung offen.


Michael Nittel / min
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden