Städtebauliches Konzept wirft noch Fragen auf

Rummelsburg. Die geplante Wohnbebauung südlich des Blockdammwegs soll das Gebiet entwickeln. Im Ausschuss für ökologische Stadtentwicklung treffen die Pläne auf Zustimmung, es bleiben jedoch Fragen offen.

Das Prinzenviertel und der Seepark sollen durch eine große Wohnbebauung am Hönower Wiesenweg ergänzt werden. Auf einer Fläche von über 20 Hektar sollen etwa 800 Wohneinheiten entstehen, auch kleineres Gewerbe ist geplant. Das städtebauliche Konzept für die Bebauungspläne stellte der Planer Norbert Illiges von der Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für ökologische Stadtentwicklung vor.Das Gebiet am Hönower Wiesenweg wurde einst gewerblich genutzt. Jetzt gibt es potenzielle Bauherren, die in Abstimmung mit dem Bezirksamt rund zehn Hektar der Fläche mit kleinen Villen und Häusern bebauen wollen. Über 1000 Anwohner könnte das neue Wohngebiet anlocken. Diese Pläne stießen im Ausschuss auf Zustimmung. "Die Anwohner warten seit Jahren auf diese Entwicklung", sagte der SPD-Bezirksverordnete Gregor Költzsch. Viele Ausschussmitglieder warfen jedoch die Frage auf, inwieweit die Pläne realisiert werden könnten. Denn gerade im Süden von Karlshorst fehlt es an entsprechender Infrastruktur: es gibt keine Grundschule, Kitaplätze sind Mangelware.

"Das Projekt steht und fällt mit dem Bau einer Schule, der Ansiedlung von Einzelhandel und der verkehrstechnischen Anbindung", sagte Christian Petermann (Die Linke). Gerade die fehlende Schule könnte zum Problem werden, denn nach Auskunft des Bezirksamts gibt es in diesem Gebiet kein geeignetes öffentliches Grundstück. Das Bezirksamt ist aber in der Pflicht, für die Beschulung von Grundschulkindern zu sorgen. Ein Kita-Bau wäre durch einen städtebaulichen Vertrag mit den Investoren realisierbar, auf Schulen ist dieser Vertrag aber nicht anwendbar. Eine weitere Hürde ist die überirdische Hochspannungsleitung. "Die Verlegung der Hochspannungsleitungen - entweder unterirdisch oder um das Gelände herum - ist die Voraussetzung für die Realisierung des Projektes", so Illiges. Begonnen werde mit dem Vorhaben voraussichtlich nicht vor 2015. Ein Grund ist die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans, der das Gebiet noch als Wohngebiet ausweisen müsste.


Karolina Wrobel / KW
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