Abwasserleitungen werden erneuert: Strandbad bleibt 2013 geöffnet

Tegel. Gute Neuigkeiten für das Strandbad Tegel: Nach mehreren Jahren ohne Investitionen will der Senat aus CDU und SPD jetzt das Strandbad Tegel sanieren.

Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage des Reinickendorfer CDU-Abgeordneten Tim-Christopher Zeelen im Abgeordnetenhaus hervor. Demnach sollen verschiedene Maßnahmen realisiert werden, die bislang auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt werden. Laut Zeelen ist die Badesaison 2013 im Freibad aber gesichert. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die Sanierung der Abwasserleitungen. Diese soll unter Berücksichtigung der aktuellen Nutzung erfolgen. Auch die Gebäude auf dem Strandbadgelände werden erneuert. Spätestens bis 2016 soll das Traditionsbad saniert sein und danach verpachtet werden.

Zeelen hofft dabei auf einen großen Berliner Wassersportverein, der das Strandbad langfristig wieder attraktiv macht. "Neben dem normalen Bäderbetrieb könnten dann auch Schwimmunterricht und Tauchen angeboten werden", schlägt er vor. Auf jeden Fall müsse das Freibad endlich wieder dauerhaft und verlässlich öffnen. Ein gutes, gastronomisches Angebot und größere Veranstaltungen könnten zusätzlich Besucher in das Strandbad locken.

Tatsächlich war die Zahl der Badegäste in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Waren es 1999 noch knapp 40 000, zählte das Bad im Sommer vergangenen Jahres noch 13 000 Besucher.

Die Berliner Bäderbetriebe (BBB) hatten es im vorigen Jahr nur mit einer Ausnahmegenehmigung des Senats öffnen können. Mit der Erlaubnis war die Auflage verbunden, das Strandbad, das in einem Wasserschutzgebiet liegt, in den nächsten Jahren zu sanieren.

2010 blieb das Strandbad noch komplett geschlossen. Die Bäderbetriebe hatten damals undichte Abwasserleitungen in den Sanitäranlagen moniert und dem damaligen Pächter den Weiterbetrieb untersagt. Daraufhin war ein Rechtsstreit entbrannt. Im Juni 2011 öffnete das Freibad zwar wieder, doch für die notwendige Sanierung fehlte den Bäderbetrieben das Geld.


Ulrike Kiefert / uk
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