Berliner THW stapelt in Sachsen Sandsäcke

Bei ihrem Einsatz am Deich kam den THW-Helfern aus Tempelhof-Schöneberg auch ein Hubschrauber der Bundeswehr zu Hilfe. (Foto: Stellmacher)

Tempelhof-Schöneberg. Am 3. Juni sind die ersten 16 Frauen und Männer vom Ortsverband Tempelhof-Schöneberg des Technischen Hilfswerks ins Hochwassergebiet Richtung Leipzig ausgerückt. Am Ende der Woche waren 22 THW-Kräfte aus dem Bezirk gegen die Flut im Einsatz.

Die Berliner THW-Spezialisten unterstützten in Sachsen zunächst vor allem die lokale Feuerwehr und das örtliche THW beim Transport und Verbau von Sandsäcken und verstärkten örtliche Rüstzüge. Sie waren mit ihrer Ausrüstung beispielsweise beim Ausleuchten des Bereichs der Elster-Flutrinne entscheidend behilflich, um die pausenlos nötige Deichaufstockung mit Sandsäcken auch bei ansonsten völliger Dunkelheit zu ermöglichen. "Hunderte ortsansässige Bürger halfen mit, indem sie zum Transport der Sandsäcke eine Menschenkette bildeten", berichtet THW-Sprecher Ortwin Passon von der Solidarität vor Ort beeindruckt. Nach Tagesanbruch gab es Entlastung, die Einsatzstelle am Deich wurde durch einen Bundeswehr-Hubschrauber mit Material beliefert. Am 6. Juni musste der Berliner THW-Verband den Bereitstellungsraum Leipzig wieder verlassen, weil die 22 Ehrenamtlichen nach dem Dauereinsatz wegen der erforderlichen Ruhezeiten am Vormittag außer Dienst gestellt werden mussten. Dafür sind vom THW-OV Tempelhof-Schöneberg noch am selben Nachmittag die Fachgruppen Räumen und Beleuchtung mit elf Mann ins Hochwassergebiet nach Madgeburg ausgerückt, wo sie bis Freitagmorgen bei der Deichsicherung im Dauereinsatz waren. Am 7. Juni zog Dietmar Hinz, Tempelhof-Schönebergs Vize-THW-Ortsbeauftragter, als Fachberater in der Katastrophenschutzleitung des Landes Brandenburg vorübergehend ins Innenministerium nach Potsdam um. Bei Redaktionsschluss war das Ende des Einsatzes noch nicht absehbar.
Horst-Dieter Keitel / hdk
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