Künftig gibt es nur noch drei Verwaltungsstandorte

Läuft alles nach Plan, bekommt das Gesundheitsamt bis Ende nächsten Jahres ein neues Innenleben. (Foto: HDK)

Mariendorf. Das Tempelhof-Schöneberger Gesundheitsamt, Rathausstraße 27/Ecke Kaiserstraße, bleibt vorsaussichtlich bis zum Jahresende 2014 wegen Sanierung geschlossen.

Mehr noch: Das Gebäude, Baujahr 1979, soll zu einem von drei geplanten Kernverwaltungsstandorten des Bezirks ausgebaut werden. Die Gesundheitsbehörde ist jetzt, "übergangsweise", wie es heißt, mit den Fachbereichen Sozialpsychiatrischer Dienst, Soziale Beratungsstelle für Menschen mit Krebs, HIV oder AIDS, Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, Hygiene und Umweltmedizin, Heilpraktiker-Angelegenheiten sowie der Amtsärztin unterm Dach des Dienstgebäudes an der Alarichstraße 12-17 in Tempelhof einquartiert. Der Umzug findet vom 11. bis 15. November statt. Es gibt nur einen Notdienst. Die übrigen, direkt nebenan in der Kaiserstraße 126 untergebrachten Bereiche des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes bleiben unberührt.

Die anderen beiden künftigen Kernverwaltungsstandorte sind das Rathaus am Tempelhofer Damm und das Rathaus Schöneberg am John-F.-Kennedy-Platz.

An den drei Standorten soll mittelfristig die gesamte Bezirksverwaltung gebündelt werden. Der Grund: "Tempelhof-Schöneberg hat im Vergleich zu anderen Bezirken mehr Infrastrukturkosten im Bereich der Büro- und Schulgebäude zu tragen", erklärte die auch für die Finanzen im Bezirk zuständige Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) schon zu Jahresbeginn. Im Endeffekt sollen weitere Dienstgebäude aufgegeben werden, um die Infrastrukturkosten zu senken.

Das Problem ist nicht neu. Bereits in den vergangenen Jahren wurden rund ein halbes Dutzend Dienst- und Schulgebäude vom Bezirksamt aufgegeben und dem Berliner Liegenschaftsfonds übertragen. In diesem Zuge wurde auch fast die gesamte Verwaltung räumlich neu organisiert. Als nächste und größte Standortaufgabe wird nun schon seit Jahren und an erster Stelle das offenbar nur sehr schwer mit einer adäquaten Nachnutzung zu vermarktende Rathaus Friedenau am Breslauer Platz genannt. Dort ist zurzeit hauptsächlich noch das Jugendamt untergebracht.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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