Leihgabe für Ausstellung zum Kassettenrekorder

BV-Vorsteherin Petra Dittmeyer überraschte Henning Hamann mit einem Sack voller Exponate für die Ausstellung "50 Jahre Kassettenrekorder". (Foto: HDK)

Tempelhof. Unser Bericht über den 50. Geburtstag des schon fast wieder vergessenen Kassettenrekorders hat Tempelhof-Schönebergs Bezirksverordnetenvorsteherin Petra Dittmeyer (CDU) sozusagen zurück in ihre Schulmädchen- und Teenagerzeit katapultiert.

Jedenfalls ist die protokollarisch oberste Repräsentantin, sozusagen die First Lady des Bezirks (Jahrgang 1962), nach Lektüre der Berliner Woche in ihren Keller hinabgestiegen und hat stapelweise ihre alten, teilweise noch aus der Schulzeit stammenden Musikkassetten, Abspielgeräte und allerlei Zubehör wie zum Beispiel ab- und aufrollbare Ohrstöpsel hervorgekramt. "Die Dinger waren damals das Nonplusultra, absoluter Luxus, echt cool würde man heute sagen", erinnert sich die in Schöneberg aufgewachsene Politikerin und fügt hinzu, dass sie ihren ersten Rekorder 1974 bekommen hätte und die erste Kassette eine von - natürlich - ABBA gewesen sei. "ABBA waren für uns damals die Größten überhaupt", so Petra Dittmeyer mit immer noch glänzenden Augen. Dazu kommen unzählige von ihr selbst meist am häuslichen Küchenradio aufgenommene Bänder mit Songs, die in den damals populären und viel gehörten Schlagersendungen und Hitparaden im Radio rauf und runter gedudelt wurden.

Petra Dittmeyer: "Blöd war nur, dass man immer höllisch aufpassen musste, um die Aufnahmetaste im richtigen Moment zu drücken. Und dann haben oft auch noch die Moderatoren dazwischen gequatscht." Einer von diesen "Quatschköppen" war der Ex-Rundfunkmoderator Henning Hamann (61), heute MedienPoint-Manager und Veranstalter einer aktuellen Ausstellung zum Thema "50 Jahre Kassettenrekorder".

Und schon hatte sich damit der berühmte Kreis mal wieder geschlossen. Jedenfalls ist Petra Dittmeyer Henning Hamanns Aufruf in der Berliner Woche gefolgt und hat ihre gesammelten Schätze, darunter vor allem Kassettenraritäten (oft von einst namhaften, doch längst vergessenen Herstellern) als Leihgaben für die Ausstellung in den MedienPoint gebracht. Dabei stellte sich dann auch noch heraus, dass sie tatsächlich auch eine geborene Hamann aber mit Henning Hamann weder verwandt noch verschwägert ist.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Juli montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr im Berliner Kulturringprojekt MedienPoint Tempelhof, Werderstraße 13, zu besichtigen. Der Eintritt ist frei, 78 89 31 94.

Horst-Dieter Keitel / hdk
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