Ratte stürzt halb Tempelhof in Finsternis

Tempelhof. Gegen 23 Uhr gingen am 25. März rings um die Manteuffelstraße für rund zwei Stunden die Lichter aus. Eine Ratte hatte ein 10 000-Volt-Kabel angeknabbert.

Durch den Kurzschluss waren nach Angaben des betroffenen Energieversorgers Vattenfall rund 2200 Wohnungen und 170 Gewerbebetriebe im Gebiet Manteuffel-, Schöneberger Straße und Alt-Tempelhof vorübergehend ohne Strom. Bei der Reparatur der beschädigten Starkstromleitung in der Netzstation Attilastraße fand der Elektriker die tote Ratte an der Schadensstelle. Wie beziehungsweise durch welche undichte Stelle das Nagetier in die eigentlich hermetisch abgeschottete Netzstation schlüpfen konnte, war bei Redaktionsschluss noch nicht abschließend geklärt. "Es wird derzeit geprüft, wie die Ratte hinein gelangen konnte", erklärte eine Vattenfall-Sprecherin und fügte hinzu, dass es sich um einen bedauerlichen Einzelfall handeln würde. Das meint auch der Wildtierbeauftragte des Senats, Dirk Ehlert. Er sagt, dass Isolationen um Stromleitungen normalerweise nicht der Geschmacksrichtung von Ratten entsprechen. Er kann sich den Vorfall demnach nur so erklären, dass die Ratte sich verirrt und irgendwann einfach großen Hunger hatte.


Horst-Dieter Keitel / hdk
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden