Deutsche Bahn prüft Dachausbau am Hauptbahnhof

Tiergarten. Möglicherweise wird das Dach des Hauptbahnhofs doch auf seine ursprünglich geplante Länge ergänzt. Die Bahn untersucht, welche finanziellen und baulichen Auswirkungen ein solches Vorhaben hätte.

Das bundeseigene Verkehrsunternehmen muss zudem die Frage klären, wie sie während der Arbeiten die Fahrgäste durch Berlin transportiert. Sowohl Bundestagsabgeordnete als auch der Bahnhofsarchitekt Meinhard von Gerkan hatten unlängst die Verlängerung der Ost-West-Glasüberdachung gefordert. Der Anlass: Die Bahn will 2015 die oberirdischen Gleise wegen notwendiger Reparaturarbeiten für die Dauer von drei Monaten sperren. Man könnte die Zeit also auch dafür nutzen. In der 109. nicht öffentlichen Sitzung des Bundestags-Verkehrsausschusses am vergangenen Mittwoch nahm André Zeug von der Deutschen Bahn Station & Service Stellung zur Dachverlängerung. Die Analyse und die entsprechenden Schlussfolgerungen sollen der Öffentlichkeit bis zum Herbst mitgeteilt werden, sagte ein Bahn-Sprecher. In der laufenden Überprüfung werde auch untersucht, inwieweit die eingelagerten Dachteile verwendet werden könnten. Die Deutsche Bahn hatte 2006 das Glasdach nur auf einer Länge von 321 Metern errichtet. Vorgesehen waren 450 Meter. Der Hauptbahnhof sollte zur Fußballweltmeisterschaft fertig sein. Spekulationen, wonach Teile fehlten, trat die Bahn entgegen. Für einen Dachausbau wäre eine Vollsperrung unvermeidbar, so ein Unternehmenssprecher. Bisher hatte die Bahn geplant, im Zuge der Reparaturarbeiten zunächst den Regional- und Fernverkehr zu unterbrechen und später die S-Bahn.


Karen Noetzel / KEN
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