Investor Groth baut am südlichen Tiergarten

Mit der Ecke Köbis- und Von-der-Heydt-Straße wird jetzt eines der letzten freien Grundstücke südlich des Tiergartens bebaut. (Foto: Liptau)

Tiergarten. Zwischen Bauhaus-Archiv, Großem Tiergarten und der CDU, an der Ecke Köbis- und Von-der-Heydt-Straße baut die Groth Gruppe 66 "exklusive Eigentumswohnungen" . Mit weiteren Neubauten im "Köbis Dreieck" will Klaus Groth das Quartier bis 2015 fertigstellen.

Ein bisschen Paris, ein bisschen New York und das alles mitten in Berlin: Das Bauprojekt "Heydt Eins", das bis Sommer 2015 für rund 26 Millionen Euro realisiert wird, erinnert in seiner Gebäudeform an eine Miniaturausgabe des "Flat Iron Buildings" in der US-amerikanischen Metropole. Die Fassade wiederum orientiert sich mehr am Stadthaus der Pariser Altstadt aus der Zeit um 1900. Deshalb kann auch Architekt Tobias Nöfer nicht so recht in Worte fassen, was ihm da aus der Feder geflossen ist: "Ich weiß nicht, ob man das moderne Klassik nennen kann, was wir hier entworfen haben", sagte er beim offiziellen Vertriebsstart von "Heydt Eins" Mitte Oktober. Eines ist dafür umso klarer: Exklusiv soll der Neubau sein. Dort entstehen 66 Eigentumswohnungen auf einer Gesamtfläche von rund 4200 Quadratmetern. Ihre jeweilige Größe variiert zwischen 46 und 120 Quadratmetern, wobei der größte Teil mit 72 Prozent auf Zweiraumwohnungen entfällt. Alle Appartements werden über eine Loggia, einen Balkon oder eine Terrasse verfügen, auf dem Dach soll es einen gemeinschaftlichen Garten geben. Die Wohnungen mit Fußbodenheizung werden über ein begrüntes "Atrium" durch offen liegende Laubengänge erschlossen. In der "eleganten Eingangshalle" wird ständig ein Concierge für die Wünsche der Bewohner zur Verfügung stehen.

Investor Klaus Groth nimmt mit seinem neuen Projekt vor allem die Berufspendler in den Blick, die etwa in den nahe gelegenen Botschaften oder beim benachbarten Wirtschaftsprüfer KPMG arbeiten. Die scheinen das Angebot wahrnehmen zu wollen: In den vergangenen zwei Wochen, sagt der Investor, habe es schon 70 Anfragen und 20 Reservierungen gegeben. "Und wie das so ist: Die größten und teuersten Wohnungen sind zuerst weg", so Klaus Groth.

Der Mann muss es wissen. Allein im südlichen Tiergarten hat er in den vergangenen 30 Jahren - angefangen mit den Bauten um die Rauchstraße - 510 Millionen Euro investiert. Und es soll weitergehen. Bis 2015 will er alle Lücken im Dreieck zwischen Klingelhöfer-, Köbis- und Von-der-Heydt-Straße geschlossen haben Direkt neben "Heydt Eins" wird die neue Philippinische Botschaft gebaut, im westlichen Anschluss neben dem KPMG-Haus entsteht ein Botschaftsgebäude für Aserbaidschan. Das Land entwickelt außerdem ein Kulturhaus, das südlich des chinesischen Kulturhauses an der Klingelhöferstraße errichtet wird. Die letzte Lücke auf der anderen Seite ihrer chinesischen Nachbarn wird schließlich mit einem Erweiterungsgebäude der Konrad-Adenauer Stiftung bebaut.


Ralf Liptau / flip
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.