Frauen im Holocaust: Dreilinden-Gymnasium zeigt deutsch-französisches Austauschprojekt

Kärtchen mit Texten zur Entwicklung der Frauenrechte in beiden Ländern wurden an einer Schaufensterpuppe befestigt. (Foto: Eva-Maria Schwickert)
Berlin: Dreilinden-Gymnasium |

Wannsee. „Frauen angesichts der Shoah - Femmes face à la Shoah“ – so lautete das Thema eines Austauschprojekts zwischen dem Dreilinden-Gymnasium und dem Lycée Georges Brassens aus Paris. Die Ergebnisse wurden jetzt während eines Besuchs der französischen Partnerschule präsentiert.

Die Schulen haben eine Ausstellung über die Künstlerinnen Valeska Gert, Gisèle Freund und Charlotte Salomon erarbeitet. Diese drei Künstlerinnen emigrierten während der Nazi-Zeit nach Frankreich und lebten in Paris. „Sie konnten sich in dreierlei Hinsicht gegen das NS-Regime behaupten: gegen die Verfolgung, gegen die rechtliche Dominanz der Männer und gegen das eher klassisch-traditionelle Kunstverständnis der damaligen Zeit“, erklärt Lehrerin und Projektleiterin Eva-Maria Schwickert.

Die Präsentation am Dreilinden-Gymnasium bestand aus lyrischen Texten, politischer Aufklärung und einer tänzerischen Darstellung des Gedenkens an die Shoah – den Holocaust. Auf einem überdimensionalen Plakat auf fünf Stellwänden wurden alle wichtigen Daten in Bezug auf den Nationalsozialismus und dessen Folgen in Bezug auf die Künstlerinnen aufgelistet. Auch ihre Werke gehörten zur Schau. Eine Schaufensterpuppe, geschmückt mit Texten zur Entwicklung der Frauenrechte in beiden Ländern, komplettierte das Projekt.

Die Ausstellung ist noch bis Ende April in der Aula des Dreilinden-Gymnasiums, Dreilindenstraße 49, zu sehen. Geschichts- oder Ethikklassen anderer Schulen sind zur Besichtigung eingeladen. Termine können im Schulsekretariat unter  803 10 87 oder direkt bei Eva-Maria Schwickert,  0163/182 68 85, vereinbart werden. uma
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