Die erste Kita von Klax in Wilhelmsruh

(Foto: BW)

Wilhelmsruh. Ihren zehnten Geburtstag kann dieser Tage die Kita "Igelnest" feiern. Die Einrichtung am Schönholzer Weg 17 war seinerzeit die erste Kita, die der freie Träger Klax in Wilhelmsruh eröffnete. Und nicht nur das: Es war der erste Kindergarten, der eigens für die gemeinnützige Klax GmbH und deren spezielles pädagogisches Konzept gebaut worden ist.

Das hatte den Vorteil, dass das Raumkonzept und die Ausstattung entsprechend den Klax-Bedürfnissen entwickelt werden konnten. Gebaut wurde die Kita von Kondor Wessels. Der Investor, der im Bezirk inzwischen an zahlreichen Standorten neue Wohnquartiere errichtete und errichtet, entwickelte seinerzeit gerade eine neue Wohnanlage in Wilhelmsruh. In diese zogen viele Familien ein. So war es nur folgerichtig, dass Kondor Wessels gleich eine Kita mit plante.

Als Träger für die neue Kita wählte man seinerzeit ganz bewusst die Klax GmbH aus. Deren pädagogisches Konzept überzeugte auch die Baufachleute. Heute werden in der Einrichtung am Schönholzer Weg 70 Kinder im Alter bis sechs Jahre von elf Erzieherinnen und Erziehern betreut. Zu den Besonderheiten im "Igelnest" zählt der bilinguale Ansatz. Einer der Erzieher ist gebürtiger Engländer. Er begleitet Kinder den ganzen Tag über englisch sprechend.

Eine weitere pädagogische Besonderheit ist der kreative Ansatz, der ein Kernstück der Klax-Pädagogik ist. Die Kinder können sich im Atelier, Universum-Raum, Bewegungsraum oder Musikraum der Kita in künstlerischen und naturwissenschaftlichen Bereichen ausprobieren. Dabei lernen und entdecken sie jeden Tag etwas Neues. Sie werden dort von den Pädagogen ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprechend gefördert.

Auch im Garten der Kita können sich die Kinder entsprechend ausprobieren. Die Besonderheit im Garten ist der große Spielstein, der von der Pankower Bildhauerin Christine Dewerny geschaffen wurde. Der Stein war 2004 eigens aus dem Elbsandsteingebirge nach Wilhelmsruh transportiert worden. In diesen Stein arbeitete die Künstlerin Tierreliefs ein: einen ruhenden Löwen, einen Frosch, zwei Igel, einen Vogel und eine Eidechse. Sie verleihen dem Stein etwas Lebendiges. In den Stein bohrte die Künstlerin außerdem Murmelbahnen, die sich kreuzen. Wirft man einen Tennisball in ein Loch, weiß man nie, wo er herauskommt.

"Die Kita Igelnest ist als eine unserer ersten Kitas immer etwas Besonderes", sagt Friedricke Bostelmann, die Geschäftsführerin der Klax gGmbH. "Von Anfang an haben die Kolleginnen und Kollegen hier stets erstklassige pädagogische Arbeit geleistet und dabei stets die Grundsätze der Klax-Philosophie umgesetzt." Nach dem "Igelnest" hat Klax inzwischen zahlreiche weitere Kitas übernommen beziehungsweise neu eingerichtet. Zurzeit sind es knapp 30.


Bernd Wähner / BW
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