Überschwemmung: Enten freuen sich über neuen See

Vor den Häuser Földerichstraße 10-14 ist ein neuer See entstanden. Die Gagfah will das Problem bei entsprechender Wetterlage beheben lassen. (Foto: Zindler)

Wilhelmstadt. Anwohner der Häuser Földerichstraße 10-14 sollten derzeit die Schwimmflügel bereithalten, falls sie nicht schwimmen können. Denn auf dem Privatweg vor ihren Häusern steht das Wasser bei stärkeren Regenfällen in einer Riesenpfütze.

"Seit Jahren haben wir hier vor den Häusern das Problem, dass sich bei Regen ein kleiner See bildet", sagt Anwohner Jörg Zindler. Bis vor etwa zwei Jahren sei das Wasser dann wenigstens wieder "gemächlich" abgeflossen. Doch jetzt habe man auf dem Verbindungsweg zwischen Jordanstraße und Weverstraße einen "prima Badesee für Enten".Dieser Weg befindet sich im Privateigentum der Wohnungsgesellschaft "Gagfah Group". Diese schickte auch einen Handwerker, der für Abhilfe sorgen sollte. "Seit diesem Winter fließt das Wasser überhaupt nicht mehr ab und der Wasserstand verändert sich nur noch witterungsbedingt", schildert Zindler den Erfolg. Bei Regen steige der Wasserspiegel, bei Wind trockne der See teilweise ab.

"In dieser Privatstraße gehört auch die Entwässerungsleitung für das Regenwasser der Gagfah", bestätigt deren Sprecherin Bettina Benner. Diese Leitung sei in der Vergangenheit regelmäßig durch Wurzelbewuchs verstopft worden. Nachdem die Gagfah die Leitung habe freifräsen lassen, sei der Zustand eine ganze Zeit in Ordnung gewesen.

"Das Problem hat sich jetzt aber in den Wintermonaten verstärkt", sagt Frau Benner. Wegen erneuter Verstopfung sei die Rohrleitung mit einer Kamera abgefahren worden, um den genauen Ort des Problems zu finden. "Wir vermuten, dass die Entwässerungsleitung auf einem längeren Stück gebrochen ist und erneuert werden muss", schildert die Sprecherin das Ergebnis. Zur Reparatur müsste der Straßenbelag aufgenommen und ein größeres Leitungsstück freigelegt werden. Für derartige Arbeiten seien allerdings Außentemperaturen im Plusbereich Voraussetzung. "Sobald es in wärmer wird, werden wir die Arbeiten ausführen", verspricht Bettina Benner.


Michael Uhde / Ud
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