Gründerpreis-Gewinnerin eröffnet Geschäft in der Wuhlestraße

Voller Vorfreude. Birgit Nisar richtet bereits ihren Laden in der Wuhlestraße ein. Ende März kann sie eröffnen. (Foto: hari)
Berlin: Hollyday Look |

Biesdorf. Birgit Nisar hat einen Degewo-Gründerpreis gewonnen. Die 47-Jährige Charlottenburgerin will in der Wuhlestraße 19B ein Geschäft für Taschen und Kinderbekleidung eröffnen.

Seit 2011 vergibt die Degewo jedes Jahr drei Gründerpreise. Damit werden interessante Geschäftsideen ausgezeichnet, die versprechen, auch wirtschaftlich tragfähig zu sein. Die Gewinner bekommen Gewerberäume in Berlin ein Jahr lang mietfrei und zwei weitere Jahre zu günstigen Konditionen.

Birgit Nisar aus Charlottenburg ist einer der Gewinner in diesem Jahr. In der Wuhlestraße in Biesdorf will sie ab Ende März Taschen und Kinderbekleidung nähen und verkaufen. Das Geschäft wird sie "Holiday Look" nennen. Es hat eine Fläche von 47,5 Quadratmetern. "Das reicht mir. Mehr Platz könnte ich momentan gar nicht gebrauchen", erklärt die Charlottenburgerin. Gerade weil er relativ klein war, habe sie sich genau um diesen Standort beworben.

Die Gründerin ist Einzel-und Großhandelskauffrau. Zudem hat sie Multimedia-Kenntnisse erworben. Ihre ersten Taschen und Kleider entwarf am Computer - aus reinem Spaß am Schöpferischen. Verwandten und Bekannten gefiel, was sie am PC sahen, sodass Birgit Nisar 2010 begann, Kleidungsstücke anzufertigen. Nisar will hochwertige Artikel mit individuellem Charakter und hohen Ansprüchen an Qualität herstellen und anbieten. Die dafür benötigten Stoffe sind relativ teuer. Dennoch sollen die Preise moderat sein. "Das funktioniert. Ich habe das durchgerechnet", sagt sie. Und sie will ihrem Laden eine soziale Note geben. Beispielsweise will sie jedem Käufer, der einen Berlinpass vorlegen kann, zehn Prozent Rabatt einräumen.

Im Umkreis der Wuhlestraße gibt es kein einziges Bekleidungsgeschäft. Sie weiß, dass der Standort schwierig ist und hat sich bereits mit Geschäftsleuten aus der Nachbarschaft ausgetauscht. Man müsse an dem Standort einen langen Atem haben. habe man ihr gesagt. "Den habe ich. Und anfangs rechne ich mit relativ geringen Kosten", sagt sie. Sie richtet sich auf fünf Jahre ein, bis das Geschäft richtig gut läuft.

Dass Gründer Geduld haben müssen und mit ihrer Idee nicht gleich große Umsätze erzielen, diese Erfahrung hat auch Existenzgründer Kirill Lutkin gemacht. Er betreibt eine Praxis in der Mehrower Allee. Der Psychologe gewann im vergangenen Jahr Gewerberäume beim Gründerwettbewerb. "Es geht langsam voran, aber es geht voran", sagt er.


Harald Ritter / hari
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