Ungewöhnlich viele Preise beim Jazzfest-Wettbewerb

Alle Preisträger beim Wettbewerb "StuVo Jazz Contest" auf Schloss Britz - wie hier die Band "Organismus" - überzeugten mit Können. (Foto: KEN)

Britz. Freudiges Staunen über die Anerkennung stand den jungen Leuten deutlich ins Gesicht geschrieben. Gleich fünf Nachwuchs-Bands erhielten beim diesjährigen Jazzfest Neukölln vom 24. bis 26. Januar auf Schloss Britz die begehrten Auszeichnungen des "StuVo Jazz Contest".

Die Erfolgsbilanz des diesjährigen Wettbewerbs der Musikschule Paul Hindemith und des Vereins "Werkstatt Musik Berlin" für alle Berliner Musikschüler der studienvorbereitenden Abteilung "Jazz" verkündeten der Neuköllner Musikschulleiter Daniel Busch und die Kulturstadträtin Franziska Giffey (SPD). Die ausgezeichneten Jazztalente durften dann beim Preisträgerkonzert im Kulturstall des Schloss Britz ihr Können unter Beweis stellen - was sie auch brillant und überzeugend taten.

"Ihr habt alle schon gewonnen", lobte Daniel Busch nach dem Wettbewerb. Fünf Formationen gingen daraus als Sieger hervor. Die Entscheidung fiel den Juroren sichtlich schwer. Maria Baptist, Professorin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, Ralph Grässler und Roland Schneider, beide wie auch Baptist Profi-Musiker, lobten die Qualität der Teilnehmer und die Vielfalt ihrer Repertoires. "Ich habe bei euch schon diese gewisse Besessenheit gesehen", sagte Ralph Grässler nach dem siebeneinhalbstündigen Vortrags-Marathon.

Mehr als 40 junge Talente aus 17 Ensembles der Musikschulen von Neukölln, Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf und Friedrichshain-Kreuzberg waren zum musikalischen Wettstreit angetreten. Die Jury vergab in der Kategorie "Ensemble" gleich zwei erste Preise. Sie gingen an "All you need" mit Sophie Lindmüller (Gesang), Elisabeth Sooß und Markus Mudrich (Saxophon), Valentin Vollmer (Gitarre), Ruben Seilnacht (Klavier), Sofia Ettychidou (Bass) und Jürgen Meyer (Schlagzeug). Die zweite Auszeichnung bekamen Lukas Backs (Flöte), Gustav Anders (Klavier), Matan Gurevitz (Bass) und Jürgen Meyer (Schlagzeug), die sich in der Formation "Organismus" zusammen gefunden haben.

Den ersten Preis fürs Arrangement heimste abermals Lukas Backs ein - diesmal mit der Band "One Shot" und Raphael Kopp (Akkordeon), Luis Felipe León (Gitarre) und Robert Wienröder (Klavier). Den zweiten Platz holte sich hier "Jazzology" mit Timo Enders (Gesang), Ivan Pavlov (Bass), Shogo Seifert (Trompete), Brian Sauls (Schlagzeug) und Gustav Anders (Tasteninstrumente).

Die brasilianische Botschaft, die neben dem Jazz-Institut-Berlin (JIB) Partner der Veranstaltung war, vergab einen ersten und einen zweiten Preis als "Special Award". Neben der Formation "The Woodshedding Company" mit Anna Haus (Gesang), Jakob Hegner (Schlagzeug), Julia Frach (Klavier) und Ivan Pavlov (Bass) darf demnächst auch das "Latin Ensemble" ein Konzert in der diplomatischen Vertretung Brasiliens mitgestalten. Darauf freuen dürfen sich Ganna Gryniva und Mia Knop Jacobsen (Gesang), Gellert Szabo (Gitarre), Maximilian Tettschlag (Klavier), Matan Gurevitz (Bass) und Kilina Petrich (Schlagzeug).

Zudem gab es beim "StuVo Jazz Contest" zwei Sonderpreise. Für die beste Solo-Performance erhielt die Sängerin Anna-Lena Panten den vom Bezirksamt gestifteten "Rixi", den Neuköllner Buddy-Bären in limitierter Auflage. Sidney Werner ging mit dem begehrten JIB-Preis nach Hause. Der junge Pianist darf nun zwei Semester lang kostenlos an sämtlichen Workshops des Jazz-Instituts teilnehmen und erhält zudem eine Gratis-Unterrichtsstunde beim Professor höchstpersönlich.

Die Musikschule Neukölln ist musikalische Heimat für über 4000 Schüler. Im studienvorbereitenden Unterricht in den Fächern Musical, Jazz und Klassik unterstützt sie zudem rund 100 junge Leute auf dem Weg zum Musikstudium.

Mehr Informationen gibt es im Netz unter www.musikschuleneukoelln.de.

Karen Noetzel / KEN
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