Abc-Schützen ziehen in altes Krankenhaus ein

Der Sanierungsträger Andreas Dahlke, Frank Olie von der der evangelischen Schulstiftung sowie Hagen Kühne und Mark Witte vom Evangelischen Schulverein. (Foto: BW)

Buch. Auf dem Gelände des früheren Klinikums Buch entsteht bis zum Beginn des neuen Schuljahres eine evangelische Grundschule. Mit symbolischen Hammerschlägen gaben Frank Olie, der Vorstandsvorsitzende der evangelischen Schulstiftung, und der Sanierungsträger für das Schulhaus, Andreas Dahlke, den Startschuss für die Bauarbeiten.

Dahlke ist Geschäftsführer der Projektentwicklungsgesellschaft Ludwig Hoffmann Quartier. Diese erwarb den riesigen früheren Klinikkomplex an der Wiltbergstraße 50. In den nächsten fünf Jahren wird sie die historischen Gebäude sanieren und neuen Nutzern übergeben. Insgesamt 36 Einzelprojekte werden umgesetzt.Eines der ersten Sanierungsprojekte ist das Haus 27. In dem befand sich zu DDR-Zeiten das Institut für Infektionskrankheiten im Kindesalter. Von seinen Ausmaßen her ist das Gebäude ideal für eine zweizügige Schule geeignet. Diese möchte der evangelische Schulverein Berlin-Buch hier gemeinsam mit der evangelischen Schulstiftung einrichten. Die Stiftung wird dann auch Träger der Schule sein.

Im Nordosten Berlins gebe es noch keine evangelische Grundschule, berichtet Frank Olie.

Um solch eine Schule zu gründen, müssen sich immer erst engagierte Eltern finden. Die haben dann das Projekt mit zu entwickeln und mit zu tragen. Außerdem muss natürlich ein geeignetes Schulgebäude vorhanden sein. Das alles kam jetzt in Buch zusammen. "Rund 50 interessierte Eltern kamen kürzlich zu unserem ersten Informationsabend", berichtet Hagen Kühne, der Vorsitzende des evangelischen Schulvereins Berlin-Buch. Sie informierten sich über das Konzept, die geplanten Bauarbeiten und die Anmeldeformalitäten. Vorgesehen ist, dass die neue Schule zum Beginn des Schuljahres 2013/14 zunächst mit zwei ersten und einer zweiten Klasse startet.

Wenn es genug Interessenten gibt, wird auch noch eine 3. Klasse eröffnet. Die neue Schule solle, so Kühne, offen für alle Kinder sein, unabhängig von ihrer religiös-konfessionellen, kulturellen oder sozialen Herkunft.

Von ihrer Ausrichtung her möchte die Schule die Kinder ganzheitlich fördern. Ein Schwerpunkt ist allerdings die naturwissenschaftliche Orientierung. So wird zum Beispiel mit dem Gläsernen Labor in Buch eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Außerdem wird sie eine künstlerisch-kreative Prägung erhalten. Verbindlich ist natürlich - wie es sich für eine evangelische Schule gehört - der Religionsunterricht. Bis die Schule im kommenden Sommer starten kann, gibt es allerdings noch viel zu tun. Die Flure im historischen Krankenhausgebäude erinnern zwar schon ein wenig an ein Schulhaus. Aber die früheren Krankenzimmer sind für Klassenräume viel zu klein. Deshalb werden noch im Dezember Innenausbauarbeiten beginnen und unter anderem Wände versetzt. Bauherr Andreas Dahlke ist sich aber sicher: "Zum Beginn des nächsten Schuljahres werden wir fertig sein." Dann wird die neue Schule als Mieter in das Gebäude einziehen.

Mit der Sanierung des Schulhauses sind die Bauarbeiten dann aber noch nicht abgeschlossen.

Auf den Campus wird noch eine weitere freie Schule entstehen: die Karuna-Gesamtschule. Für beide Bildungseinrichtungen plant Dahlke gemeinsam zu nutzende Sportflächen sowie eine gemeinsame Mensa für die Pausenversorgung. Der gesamte Schulcampus soll 2015 fertig sein.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.ev-schule-buch.de.

Bernd Wähner / BW
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