Goldfischplage im Parkteich

Mitarbeiter des Straßen- und Grünflächenamtes griffen zu Schleppnetz und Angel. (Foto: Wrobel)
Berlin: Stadtpark Lichtenberg |

Lichtenberg. Das staunten die Spaziergänger nicht schlecht: Hunderte von Goldfischen schwammen kürzlich im Teich des Lichtenberger Stadtparks. Unbekannte hatten die Tiere ausgesetzt. Das Umwelt- und Naturschutzamt musste eingreifen.

Mit einem Schleppnetz rückten Mitarbeiter am frühen Morgen des 30. Juni im Park an. Ihr Einsatzgebiet: der wenige Quadratmeter große Teich im Park. Unbekannte hatten hier vor einiger Zeit die Goldfische ausgesetzt. Sie hatten sich inzwischen so stark vermehrt, dass ein Schwarm aus Hunderten von Tieren in dem 1,40 Meter tiefen Gewässer umherschwamm.

"Schon vom Ufer aus konnte man den roten Teppich sehen", sagt Mitarbeiter Rudi Kudat. Er half, die Fische einzufangen. Weil der Teich künstlich angelegt ist, fehlt nämlich die Sauerstoffversorgung für eine so dichte Fischpopulation. Zwar sind Gartenteich-Goldfische in der Lage. sich den klimatischen Bedingungen des Biotops, das ein Parkteich bietet, anzupassen. Doch wenn es richtig heiß wird, kann der Sauerstoffgehalt im seichten Gewässer so absinken, dass das Gewässer umkippt. Die Folge wäre ein großes Fischsterben.

Etwa 500 Tiere haben die Mitarbeiter des Umwelt- und Naturschutzamtes mit Hilfe eines Schleppnetzes aus dem Teich gefischt. Die Goldfische wurden in Kanistern transportiert und auf Teiche von privaten Fischhaltern verteilt.

Vorerst wurde aber nur Platz geschaffen. Wer genau hinguckt, kann immer noch viele Goldfische im Teichwasser entdecken. Mit einer Wiederholung der Aktion ist zu rechnen. KW
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