Das Ende einer Durststrecke
Sporthalle am Anton-Saefkow-Platz nach Sanierung wiedereröffnet

Fußbodenbelag und Zuschauertribüne sind nicht nagelneu, der Boden wurde schon nach einer Havarie im Jahr 2012 ausgestauscht. Dafür ist die Lichtanlage hochmodern.
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  • Fußbodenbelag und Zuschauertribüne sind nicht nagelneu, der Boden wurde schon nach einer Havarie im Jahr 2012 ausgestauscht. Dafür ist die Lichtanlage hochmodern.
  • Foto: Berit Müller
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Für etliche Lichtenberger Vereine bedeutete die Verzögerung eine lange Durststrecke: Die große Sporthalle am Anton-Saefkow-Platz 5 ist mit einiger Verspätung endlich fertig saniert und betriebsbereit. Fünfeinhalb Millionen Euro kostete die Baumaßnahme.

Sie ist nicht nur eine Trainingshalle, sondern mit etwa 350 Plätzen auf der Zuschauertribüne und einer Spielfläche nach internationalen Turniermaßen auch eine der wichtigsten Wettkampfstätten in Lichtenberg. Ihren beiden Bestimmungen kann die Anton-Saekow-Halle – kurz ASP.5 – jetzt wieder voll und ganz dienen. Das mitten im Fennpfuhlpark gelegene Gebäude ist in den vergangenen zwei Jahren modernisiert, energetisch saniert und umgebaut worden. Eine so lange Bauzeit war dabei keineswegs geplant – immer wieder kam es zu unvorhergesehenen Verzögerungen. „Wir haben einige leidvolle Erfahrungen mit Handwerksfirmen machen müssen“, räumt Klaus Landmann ein, Fachbereichsleiter im Sportamt. „Leider waren die Betriebe nicht immer so zuverlässig, wie wir uns das gewünscht hätten.“

Das weiß auch Michael Grunst (Die Linke). „Im vergangenen Sommer habe ich hier einen sehr verzweifelten Bauleiter getroffen“, erzählt Lichtenbergs Bürgermeister bei der feierlichen Schlüsselübergabe. „Er klagte mir sein Leid, weil die Lüftungsfirma schon wieder nicht gekommen sei.“ Resultat dieser Zwischenfälle: Fast ein Jahr später als vorgesehen fand erst Mitte Mai die technische Abnahme der Sporthalle statt.

Schon Anfragen für Wettkämpfe

Mit dem Ergebnis sei er nun aber umso zufriedener, versichert Michael Grunst: „Die sanierte Sporthalle wird bald eine der Topadressen für den nationalen und internationalen Spitzensport sein. Wir haben schon jetzt mehrere Anfragen für Wettkämpfe.“ Auch Hallenmeister Axel Somnitz berichtet von großem Interesse, nicht nur seitens der Lichtenberger Vereine. Damit es gerecht zugehe, müssten die Hallenpläne mit viel Sorgfalt erstellt werden, erzählt er. Ab dem 3. Juni könnten die Sportgruppen, die auch zuvor die Halle nutzten, mit ihm die künftige Bespielung abstimmen. Sportstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) schickt einen Dank an die Lichtenberger Vereine: „Ich weiß, dass die lange Schließzeit sie einige Mitglieder gekostet hat.“

Immerhin kann sich das Gebäude jetzt außen und innen sehen lassen. Die Halle selbst hat eine schicke Holzprellwand samt Automatiktüren und eine nagelneue LED-Lichtanlage bekommen. Das Haus erfüllt nun zeitgemäße Standards in puncto Energieeffizienz und Brandschutz; außerdem wurde modernere Haustechnik installiert. Sämtliche Funktionsräume, wie Umkleiden, Toiletten plus Duschen, Büros, Gymnastik- und Geräteräume sind frisch renoviert. Die Sauna gibt es allerdings nicht mehr, sie wurde in einen Sportbereich mit Geräten für die Gewichtheber umfunktioniert. Das schmucke Erscheinungsbild im Funktionsflügel komplettiert ein Fußbodenbelag aus Kautschuk in kräftigem Rot oder Blau.

Gute Trainingsbedingungen

„Wir haben hier wirklich schöne Arbeitsbedingungen“, freut sich Axel Somnitz, der mit zwei Kollegen im Schichtbetrieb die Aufsicht und das Sagen hat. „Ich bin mir sicher, dass die Sportler die guten Trainings- und Wettkampfbedingungen ebenfalls schätzen werden.“

Im Schnitt 44 000 Kinder, Frauen und Männer nutzen die Halle pro Jahr. Geöffnet ist das Haus werktags von 7 bis 22 Uhr und an den Wochenenden bei Turnieren. Wettkämpfe finden in erster Linie in den Ballsportarten – von Handball bis Tischtennis – statt, Trainings auch im Gewichtheben, Rehasport und in der Gymnastik. Für mehr als 35 Vereine ist das Haus Übungs- und/oder Wettkampfstätte.

Das Sportamt plant für Sonnabend, 15. Juni, ab 10 Uhr einen Tag der offenen Tür. Dann können sich Interessierte ein Bild der runderneuerten Sportstätte machen.

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