Inge Heym stellt Essays von Stefan Heym vor

Berlin: nton-Saefkow-Bibliothek |

Fennpfuhl. Der Schriftsteller Stefan Heym war nicht nur ein kritischer Denker in der DDR, sondern auch während und nach der Wende. Am 11. Mai stellt seine Witwe Auszüge aus seinen Essays vor.

Mit seinem Buch "5 Tage im Juni" setzte Stefan Heym (1913-2001) den Arbeiterunruhen im Jahr 1953 ein Denkmal. Der Sozialist war ein kritischer Denker, was ihm kein Wohlwollen der SED-Obrigen einbrachte. Er protestierte gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns und wurde vom Schriftstellerverband ausgeschlossen.

Doch Heym bewahrte auch seinen Glauben an den Sozialismus, als die DDR im Verschwinden begriffen war. In seinen Essays "Auf Sand gebaut" aus dem Jahr 1990 und "Film. Gedanken über das neueste Deutschland" aus dem Jahr 1992 setzte er sich mit der Treuhandanstalt und den SED-Getreuen auseinander. Bis heute blieben diese Essays bis von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet.

Am 11. Mai rückt die Dramaturgin und Schriftstellerin Inge Heym diese Schriften bei einer Lesung in der Bibliothek am Anton-Saefkow-Platz 14 in den Mittelpunkt. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Weitere Informationen gibt es unter 902 96 37 73.

Karolina Wrobel / KW
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