Andreas Knieriem wird Direktor von Tierpark und Zoo

Andreas Knieriem freut sich über die Flusspferde im Berliner Zoo. In München hat er diese Tierart vermisst. (Foto: Wrobel)

Lichtenberg. Die Erwartungen an Andreas Knieriem sind groß. Im Frühjahr 2014 soll er die Leitung von Zoo und Tierpark übernehmen. Jetzt stellte er sich erstmals der Öffentlichkeit vor.

Der Tierpark Hellabrunn in München, dessen Leitung Knieriem 2009 übernahm, wurde zu einer international bekannten Besucherattraktion. Ähnlichen Erfolg soll Knieriem nun auch den beiden zoologischen Einrichtungen in Berlin bringen. Er wird alleiniger Vorstand der Zoologischer Garten Berlin AG und alleiniger Geschäftsführer der Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH. "Beide Einrichtungen, Zoo und Tierpark, haben eine große Tradition", weiß der 48-jährige Veterinärmediziner. Sie sollen "Taktgeber in der europäischen Zoolandschaft" werden. Deshalb müssen die beiden Einrichtungen "zukunftsfähig" gemacht werden. Er wolle einen Ziel- und Entwicklungsplan vorlegen.

Zum Bestandteil dieses Plans gehöre, "auf funktionale Tierhaltung zu setzen". Es gehe darum, wie Tiere gehalten werden, nicht wie viele Arten gehalten werden können. Deshalb schließt Knieriem nicht aus, sich auch "von Tierarten zu trennen". Eine bessere Haltung der Tiere beinhalte aber auch die energetische Sanierung der Bauten. "Das liegt mir besonders am Herzen", so Knieriem.

Der künftige Direktor verspricht, Zoo und Tierpark nicht gegeneinander auszuspielen. "Meine Devise lautet: beide Einrichtungen sollen in Koexistenz bestehen. Das bedeutet, nichts für den Zoo zu tun, was dem Tierpark schadet und umgekehrt."

Schließlich können sich die Berliner über zwei Einrichtungen freuen. "Ich plädiere wirklich dafür, den Tierpark zu erhalten, auch wenn es teuer wird." Der Landschaftspark habe eine Besonderheit, die andere Einrichtungen vermissen, so Knieriem: "Die meisten europäischen Zoos haben ein Platzproblem. Hier haben wir 160 Hektar. Damit ist der Tierpark ein Zukunftsschatz." Um die Schätze von Tierpark und Zoo zu heben, will Knieriem auch auf die Ideen der 400 Mitarbeiter beider Einrichtungen setzen.

"Ich stehe zwar oben auf der Leiter. Die Leiter wird jedoch von vielen Mitarbeitern gehalten." Respekt und Wertschätzung gegenüber seinen Mitarbeitern sind für den künftigen Chef selbstverständlich.


Karolina Wrobel / KW
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